You are currently viewing HSV: Walter muss gehen – trotz des besten Punkteschnitts seit Ernst Happel
Foto: IMAGO / Eibner

HSV: Walter muss gehen – trotz des besten Punkteschnitts seit Ernst Happel

  • Beitrags-Kategorie:2. Bundesliga

Nach der dritten Heimniederlage in Serie reagiert der Hamburger SV und stellt Cheftrainer Tim Walter frei. Dies teilte der HSV am Montag mit.

Drei Heimniederlagen in Serie

Nach fast 1.000 Tagen im Amt muss der 48-jährige seinen Posten räumen. Während man zuletzt in der Fremde endlich verlässlich Siege einfahren konnte, fehlte dem HSV plötzlich bei den Heimspielen die Konstanz. Die Partien gegen Paderborn (1:2), Karlsruhe (3:4) und Hannover (3:4) gingen allesamt verloren.

Die Rothosen wechseln damit zum ersten Mal seit Mitte 2021 den Trainer. Der letzte Trainer, der länger als Tim Walter im Amt war, war Frank Pagelsdorf. Er trainierte die Norddeutschen von 1997 bis 2001.

[the_ad id=“3219″]

Bester Punkteschnitt seit Ernst Happel

Tim Walter erreichte mit dem Hamburger SV zweimal in Serie die Relegation zur Bundesliga. Im ersten Jahr unterlagen die Rothosen Hertha BSC – trotz eines Sieges im Hinspiel. Im zweiten Jahr war die Mannschaft dem VfB Stuttgart deutlich unterlegen. Knapp ein Jahr nach den Begegnungen in der Relegation stehen die Schwaben auf Rang 3 der Bundesliga, die Hanseaten erneut auf Rang 3 der 2. Bundesliga. Mit 1,83 Punkten pro Spiel ist Tim Walter der Trainer mit dem höchsten Punkteschnitt aller HSV-Trainer im Unterhaus (ohne Interimstrainer). Dass ein HSV-Trainer solch einen Punkteschnitt in der Bundesliga überbieten konnte, liegt lange zurück. In den 80er-Jahren holte Ernst Happel mit dem HSV durchschnittlich 1,86 Punkte pro Spiel. Der Österreicher führte den HSV zum Sieg im Europapokal der Landesmeister, der zweifachen Deutschen Meisterschaft und dem DFB-Pokalsieg.

Walters Verdienste für den Hamburger SV lagen aber auch außerhalb des Platzes. Er vereinte Mannschaft und Fans – und sorgte damit auch für die Rückkehr des „Wir-Gefühls“ bei den Rothosen. Er agierte stets selbstbewusst und mutig. Das riskante und offensive Auftreten auf dem Platz sorgte für einen attraktiven Fußball und die besten Zuschauerzahlen bei HSV-Heimspielen seit vielen Jahren.

[the_ad id=“3219″]

Folgt Baumgart?

Der Nachfolger steht zur Stunde noch nicht fest. Als Top-Kandidat gilt Steffen Baumgart, der zuletzt auch beim HSV-Spiel in Berlin in der Stadt war. Bereits am Samstag gastiert der HSV zum Nordduell beim FC Hansa Rostock – dort soll zunächst der bisherige Assistent Merlin Polzin an der Seitenlinie stehen.

Autor: Christian Link

Schreibe einen Kommentar