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Wo findet die WM 2030 statt?

Noch sind zwar einige Jahre hin, doch nächstes Jahr soll der Zuschlag für die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 erteilt werden. Wer bewirbt sich?

Die nächste Weltmeisterschaft in drei Jahren tragen die USA gemeinsam mit Kanada und Mexiko gemeinsam aus. Zum ersten Mal werden also drei Nationen gemeinsam das Turnier ausrichten. Vier Jahre später, 2030, könnten es gar vier Länder werden. Wir geben euch einen Überblick über die Bewerber.

Spanien, Portugal und Marokko

Dass sich Spanien und Portugal um die Ausrichtung der WM 2030 bewerben wollen, steht lange fest. Unklar war zunächst, ob die Nachbarländer das Turnier zu zweit ausrichten wollen, oder ob sie sich einen dritten Partner ins Boot holen. Nachdem 2022 zunächst die Ukraine als Co-Ausrichter vorgestellt wurde, soll nun Marokko als drittes Gastgeberland in die Bewerbung aufgenommen werden. Es wäre die erste Weltmeisterschaft, die auf zwei Kontinenten ausgetragen wird. Nach fünf erfolglosen Bewerbungsversuchen (1994, 1998, 2006, 2010 und 2026) steigen die Chancen auf eine WM in Marokko durch den Zusammenschluss mit Spanien und Portugal erheblich.

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Wo könnte gespielt werden?

2022 veröffentlichte der spanische Verband eine Shortlist mit 15 Stadien in Spanien. Für eine gemeinsame Bewerbung von Spanien und Portugal wurde vereinbart, dass in elf spanischen und drei portugiesischen Stadien gespielt werden soll. Durch die Hinzunahme von Marokko dürften sich die spanischen Austragungsorte verringern. Sechs Stadien aus sechs Städten Marokkos sollen in die Bewerbung aufgenommen werden. In Casablanca soll zur Weltmeisterschaft das „Grand Stade de Casablanca“ entstehen. Mit 93.000 Plätzen wäre es eines der größten Fußballstadien weltweit.

Folgende Stadien sind im Gespräch:

Spanien:

  • Cam Nou, Barcelona, derzeit 99.354 Zuschauer
  • Santiago Bernabeu, Madrid, derzeit 81.044 Zuschauer
  • Nou Mestalla, Valencia, 70.000 Zuschauer (geplanter Neubau)
  • Wanda Metropolitano, Madrid, derzeit 68.456 Zuschauer
  • La Cartuja, Sevilla, derzeit 60.721 Zuschauer
  • San Mamés, Bilbao, derzeit 53.289 Zuschauer
  • RCDE Stadium, Barcelona, derzeit 40.000 Zuschauer
  • Anoeta Stadium, San Sebastián, derzeit 40.000 Zuschauer
  • La Romareda, Saragossa, derzeit 33.608 Zuschauer
  • Estadio Riazor, La Coruna, derzeit 32.660 Zuschauer
  • Estadio Gran Canaria, Las Palmas, derzeit 32.392 Zuschauer
  • Estadio Nueva Condomnia, Murcia, derzeit 31.179
  • La Rosaleda, Málaga, derzeit 30.044 Zuschauer
  • El Molinón, Gijón, derzeit 29.029 Zuschauer
  • Estadio Balaídos, Vigo, derzeit 29.000 Zuschauer

Portugal:

  • Estádio da Luz, Lissabon, derzeit 64.642 Zuschauer
  • Estádio José Alvalade, Lissabon, derzeit 50.095 Zuschauer
  • Estádio do Dragao, Porto, derzeit 50.033 Zuschauer

Marokko:

  • Grand Stade de Casablanca, Casablanca, 93.000 Zuschauer (geplanter Neubau)
  • Grand Stade de Tanger, Tangier, derzeit 65.000 Zuschauer
  • Prince Moulay Abdellah Stadium, Rabat, derzeit 53.000 Zuschauer
  • Stade Adrar, Agadir, derzeit 45.480 Zuschauer
  • Stade de Marrakech, Marrakesch, derzeit 45.240 Zuschauer
  • Fès-Stadion, Fès, derzeit 45.000 Zuschauer
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Uruguay, Argentinien, Chile und Paraguay

2030 jährt sich die Austragung der ersten Fußball-Weltmeisterschaft zum 100. Mal. Das Turnier damals fand in Uruguay statt, weshalb sich früh abzeichnete, dass sich Uruguay für 2030 bewerben wird. Zunächst wurde eine gemeinsame Bewerbung mit Argentinien angestrebt. Im Anschluss schlossen sich erst Paraguay und später auch Chile den Plänen an. Auch Bolivien und Peru wurden immer wieder mit der Bewerbung in Verbindung gebracht, spielen in den finalen Plänen aber keine Rolle mehr.

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Wo könnte gespielt werden?

Im März 2023 veröffentlichte der südamerikanische Fußballverband CONMEBOL eine Liste mit 18 möglichen Stadien in den vier Ländern. Für die Ausrichtung fordert die FIFA mindestens vierzehn Stadien, mehr sind ebenfalls möglich. Der CONMEBOL plant ein eigenes Stadion am Sitz des Verbandes in Asunción, der Haupstadt Paraguays. Das „Estadio Conmebol“ soll 45.000 Zuschauer fassen. Sollte die WM 2030 an das südamerikanische Quartett gehen, könnte die Kapazität auf 60.000 erweitert werden.

Folgende Stadien sind im Gespräch:

Uruguay:

  • Estadio Centenario, Montevideo, derzeit 60.000 Zuschauer
  • Estadio Campéon des Siglo, derzeit 40.000 Zuschauer
  • Gran Parque Central, Montevideo, derzeit 34.000 Zuschauer

Argentinien:

  • El Monumental, Buenos Aires, derzeit 83.000 Zuschauer
  • Estadio Mario Alberto Kempes, Córdoba, derzeit 57.000 Zuschauer
  • Estadio Ciudad de La Plata, La Plata. derzeit 53.000 Zuschauer
  • Estadio Libertadores de América, Avellaneda, derzeit 48.000 Zuschauer
  • Estadio Presidente Juan Domingo Perón, Avellaneda, derzeit 42.000 Zuschauer
  • Estadio Malvinas Argentinas, Mendoza, derzeit 42.000 Zuschauer
  • Estadio Único Madre de Ciudades, Santiago del Estero, derzeit 30.000 Zuschauer

Chile:

  • Estadio Nacional de Chile, Santiago de Chile, derzeit 48.000 Zuschauer
  • Estadio Monumental, Santiago de Chile, derzeit 43.000 Zuschauer
  • Estadio Municipal de Concepción, Concepción, derzeit 33.000 Zuschauer

Paraguay:

  • Estadio Conmebol, Luque, 60.000 Zuschauer (geplanter Neubau)
  • Estadio General Pablo Rojas, Asunción, derzeit 45.000 Zuschauer
  • Estadio Defensores del Chaco, Asunción, derzeit 45.000 Zuschauer
  • Estadio Antonio Aranda, Ciudad del Este, derzeit 28.000 Zuschauer
  • Estadio Villa Alegre, Encarnación, derzeit 16.000 Zuschauer
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Weitere Interessenten

Bulgarien, Rumänien, Serbien und Griechenland: Im November 2018 kündigten die vier europäischen Länder eine gemeinsame Bewerbung für die WM 2030 an. Nach zwischenzeitlichem Fremdgehversuch von Griechenland scheint eine Bewerbung derzeit unsicher.

Saudi-Arabien (mit Ägypten und Griechenland): Nach Katar plant der nächste Wüstenstaat eine Fußball-Weltmeisterschaft auszutragen. Dass dies bereits 2030 soweit sein wird, ist allerdings eher unrealistisch. Nachdem Gerüchte die Runde machten, dass Saudi-Arabien gemeinsam mit Ägypten und Griechenland eine interkontinentale Bewerbung plant, scheint sich der Wüstenstaat nun wohl auf eine alleinige Bewerbung für 2034 zu konzentrieren.

Israel (und arabische Staaten): Gianni Infantino persönlich brachte eine gemeinsame Bewerbung Israels mit arabischen Ländern ins Spiel. Dass es dazu kommen wird, ist aber eher unwahrscheinlich. Israel unterhält in der Region nur mit wenigen Ländern diplomatische Beziehungen.

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Wie läuft der Bewerbungs-Prozess?

Eine offizielle Bewerbungsfrist hat die FIFA noch nicht angesetzt. Kürzlich verschob der Weltverband die Entscheidung über die Vergabe ins letzte Quartal 2024.

Wer hat die besseren Chancen?

Favorisiert ist die Bewerbung von Spanien, Portugal und Marokko. Der Grund liegt auf der Hand: Bei der Abstimmung hat jeder Mitgliedsverband der FIFA eine Stimme. Wenn sich die Verbände der UEFA und des CAF (Afrika) hinter die gemeinsame Bewerbung von Spanien, Portugal und Marokko stellen, reichen die Stimmen schon fast für den Zuschlag. Auch wenn die Ausrichtung in Uruguay, 100 Jahre nach der ersten WM, aus fußballromantischen Aspekten interessant klingt, sind vor allem die politischen Verhältnisse in Südamerika ein Unsicherheitsfaktor für das Bewerber-Quartett.

Autor: Moritz
Quelle: Die falsche 9

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hassan Bachaou

    bitte die Karte von Marokko vervollständigen, da fehlen die Städte in Süd Marokkos, z.b. Laayoune, Dakhla, und soweiter.
    Vielen Dank im voraus..

    MfG
    H. Bachaou

  2. Alex viana

    Marokko ist von Tanger bis La Gouira und nicht nur bis Agadir

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