Der TSV 1860 München erhält für die kommende Saison keine Lizenz für die 3. Liga. Die Löwen steigen damit in die Regionalliga Bayern ab. Für die Weiß-Blauen rückt ein Drittligist der vergangenen Spielzeit nach. Zum entscheidenden Faktor scheint die Stadionfrage beim TSV Havelse zu werden.
Zwangsabstieg in die Regionalliga: 1860 München verabschiedet sich aus der 3. Liga
Schwarzer Mittwoch an der Grünwalder Straße. Der TSV 1860 München kann die Lizenzauflagen für die 3. Liga (➔ Teilnehmerfeld 2026/27) nicht erfüllen. Die nötige Zahlung von über 2 Millionen Euro von der HAM International Limited ist ausgeblieben. Der Zwangsabstieg ist damit besiegelt. In der kommenden Saison wird der TSV 1860 München in der Regionalliga Bayern (➔ Teilnehmerfeld 2026/27) antreten. Dies bestätigte der Bayerische Fußballverband, der für die Erteilung der Lizenz in der Regionalliga Bayern zuständig ist, bereits am Mittwochabend. Manfred Paula, Geschäftsführer der GmbH & Co. KGaA des TSV 1860 München, sprach davon, einen schlagkräftigen Kader für die Regionalliga zusammenstellen zu wollen.
Wer nimmt den Platz von 1860 München ein?
Hingegen ist in der 3. Liga noch nicht final entschieden, wer den Platz für den TSV 1860 München einnehmen wird. Laut den Statuten des DFB profitiert der Tabellen-17. der abgelaufen Saison. Dies ist der TSV Havelse, der im März auch die Unterlagen für den Erhalt einer Drittliga-Lizenz eingereicht hat. Als Spielstätte wurde erneut das Eilenriedestadion in Hannover genannt. Dort wurden allerdings die zusätzlich aufgebaute Stahlrohrtribünen, die für die Erfüllung der Lizenzauflagen in der 3. Liga nötig sind, bereits abgebaut.

Kein freiwilliger Verzicht beim TSV Havelse
In einem Statement am Mittwochabend gab der TSV Havelse bekannt, dass man aktuell auf die Ergebnisse der Prüfungen für das Lizenzierungsverfahren wartet. Ein freiwilliger Verzicht auf den nachträglichen Klassenerhalt scheint ausgeschlossen. Entscheidend ist nun, ob der Deutsche Fußball-Bund den Niedersachsen die Lizenz für die 3. Liga erteilen wird.
Aue-Klassenerhalt unwahrscheinlich, Lok-Aufstieg ausgeschlossen
Sollte auch dem TSV Havelse keine Lizenz erteilt werden, würde sich der Blick auf den Tabellen-18. der abgelaufen Saison richten. Auf diesem Platz stand der FC Erzgebirge Aue, der zumindest bei der Stadionfrage keinerlei Probleme haben sollte. Hoffnungen auf einen nachträglichen Aufstieg des 1. FC Lokomotive Leipzig sind hingegen vergebens. Ein Aufstieg des Meisters der Regionalliga Nordost ist nach dem Zwangsabstieg von 1860 München nicht möglich.
Von einer schnellen Entscheidung ist auszugehen
Eine schnelle Entscheidung ist aufgrund der laufenden Saisonvorbereitungen zu erwarten. Der Klassenerhalt des TSV Havelse oder des FC Erzgebirge Aue könnte mit weitreichenden Folgen auch für tiefere Spielklassen verbunden sein.
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9






