Der große Verbandspokal-Check 2021

Der große Verbandspokal-Check 2021

Seit einem halben Jahr ruht der Ball im Amateurfußball. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist bislang nur mit Sondergenehmigungen möglich. Am 29. Mai findet der Finaltag der Amateure statt, bis zum 30. Juni muss jeder Verband seinen Teilnehmer am DFB-Pokal benannt haben. In Pandemiezeiten ist jedoch (fast) alles anders. Wie die Verbände ihren DFB-Pokal-Starter ermitteln möchten und wie der Stand im Verbandspokal ist – wir haben die Übersicht!

Baden

In Baden wurde der Pokal im Herbst nach dem Viertelfinale unterbrochen. Die Verbandsligisten 1. FC Mühlhausen und ATSV Mutschelbach verzichten auf ihre Halbfinal-Teilnahme. Das Finale tragen am 29. Mai im Rahmen des Finaltags der Amateure Drittligist Waldhof Mannheim und Regionalligist Astoria Walldorf aus.

  • Waldhof Mannheim (3. Liga)
  • Astoria Walldorf (4.)

Bayern

Der bayrische Verband darf zwei Vertreter für den DFB-Pokal benennen. Der erste Vertreter wird über den Ligapokal der Regionalliga Bayern ermittelt. Die verbliebenen acht Teilnehmer spielen in Final- und Trostrunde den Sieger aus, der das erste Ticket für den DFB-Pokal erhält.

Das zweite Startrecht für den DFB-Pokal wird über den Verbandspokal ermittelt. Für das Viertelfinale sind derzeit Türkgücü München, Eintracht Bamberg und TSV Abtswind. Hinzu kommen der Verlierer sowie die Halbfinalisten der Finalrunde des Ligapokals sowie der Sieger der Trostrunde des Ligapokals. Beide Teilnehmer müssen bis zum 30. Juni feststehen.

  • Türkgücü München (3. Liga)
  • Viktoria Aschaffenburg (4.)
  • TSV Aubstadt (4.)
  • SpVgg Bayreuth (4.)
  • TSV Buchbach (4.)
  • Wacker Burghausen (4.)
  • VfB Eichstätt (4.)
  • FV Illertissen (4.)
  • FC Schweinfurt (4.)
  • Eintracht Bamberg (5.)
  • TSV Abtswind (5.)

Berlin

In Berlin spielen die fünf Regionalligisten den Teilnehmer am DFB-Pokal aus. Am 15. Mai spielen zunächst Viktoria Berlin und Tennis Borussia in einer Viertelfinalpartie den vierten Teilnehmer am Halbfinale aus. Das Finale soll im Rahmen des Finaltags der Amateure stattfinden.

  • Viktoria Berlin (4. Liga)
  • VSG Altglienicke (4.)
  • BFC Dynamo (4.)
  • Berliner AK (4.)
  • Tennis Borussia Berlin (4.)

Brandenburg

In Brandenburg spielen Babelsberg und Fürstenwalde am 29. Mai am Finaltag der Amateure den Sieger des Landespokals und damit auch den Teilnehmer am DFB-Pokal aus. Beide setzten sich zuvor im Halbfinale gegen Cottbus und Luckenwalde durch.

  • SV Babelsberg (4. Liga)
  • Union Fürstenwalde (4.)

Bremen

Der Bremer Verband möchte den Pokal sportlich zu Ende bringen. Derzeit befinden sich noch 32 Teams im Wettbewerb, der noch nicht wiederaufgenommen wurde. Notfalls soll auch über den 30. Juni hinaus um den Verbandspokal gespielt werden. Sollte bis zu dieser Deadline kein Sieger feststehen, wird der „in der höchsten Spielklasse bestplatzierte“ Verein gemeldet. Das wäre der FC Oberneuland.

Hamburg

In Hamburg wurde vor der Saisonunterbrechung im Herbst nur die 1. Runde gespielt. Am Finaltag der Amateure wird der Hamburger Fußballverband auf keinen Fall teilnehmen. Ob der Pokal überhaupt sportlich beendet werden kann, scheint fraglich. Sollte der Verband ähnlich wie Bremen im Notfall den „in der höchsten Spielklasse bestplatzierten“ Verein melden, hätten Norderstedt, Altona und Teutonia Ottensen die besten Chancen.

Hessen

Drittligist Wehen Wiesbaden und Regionalligist Steinbach stehen im Finale des hessischen Verbandspokals. Beide setzten sich gestern Abend in ihren Halbfinals gegen den FSV Frankfurt und Bayern Alzenau durch.

  • SV Wehen Wiesbaden (3. Liga)
  • TSV Steinbach Haiger (4.)

Mecklenburg-Vorpommern

16 Vereine sind aktuell noch im Wettbewerb vertreten, der sportlich beendet werden soll. Falls die Wiederaufnahme des Spielbetriebs bzw. die Beendigung der Pokalsaison bis zum 30. Juni nicht möglich sein sollte, wird die „bestplatzierte Mannschaft aus der höchsten Spielklasse“ für den DFB-Pokal gemeldet. Da Hansa Rostock bereits über die Liga qualifiziert ist, würde der Startplatz an den Greifswalder FC gehen.

  • Greifswalder FC (5. Liga)
  • TSG Neustrelitz (5.)
  • MSV Pampow (5.)
  • Rostocker FC (5.)
  • Torgelower FC Greif (5.)
  • FSV Kühlungsborn (6.)
  • Malchower SV (6.)
  • FC Neubrandenburg (6.)
  • FC Förderkader René Schneider (6.)
  • FC Schönberg (6.)
  • FC Mecklenburg Schwerin (6.)
  • FSV Bentwisch (7.)
  • SC Blau-Weiß Polz (7.)
  • Doberaner SV (7.)
  • Brüsewitzer SV (8.)

Mittelrhein

Der Verbandspokal Mittelrhein wurde nur mit den derzeit im Spielbetrieb befindlichen Dritt- und Regionalligisten fortgesetzt. Am gestrigen Abend setzte sich Fortuna Köln gegen den Bonner SC durch und trifft damit in einem Kölner Duell im Halbfinale auf Viktoria Köln. Alemannia Aachen siegte in letzter Sekunde gegen bergisch Gladbach und trifft nun auf den FC Wegberg-Beeck. Das Finale findet am 29. Mai statt.

  • Viktoria Köln (3. Liga)
  • Alemannia Aachen (4.)
  • Fortuna Köln (4.)
  • FC Wegberg-Beeck (4.)

Niederrhein

Auch am Niederrhein bringen derzeit die Dritt- und Viertligisten den Wettbewerb zu Ende. Im Halbfinale trifft Wuppertal auf Drittligist Duisburg, Rot-Weiss Essen empfängt den SV Straelen, das dank eines Freiloses kampflos als Halbfinalist feststand. Das Finale wird am 29. Mai ausgetragen.

  • MSV Duisburg (3. Liga)
  • Rot-Weiss Essen (4.)
  • SV Straelen (4.)
  • Wuppertaler SV (4.)

Niedersachsen

Niedersachsen hat aufgrund der Größe des Verbandes zwei Startplätze im DFB-Pokal, die in zwei verschiedenen Pokalwettbewerben vergeben werden. Im „Profipokal“ (Dritt- und Regionalligisten) treffen im Halbfinale Hildesheim auf Drochtersen/Assel und Oldenburg auf Meppen. Das Finale steigt am 29. Mai.

  • SV Meppen (3. Liga)
  • SV Drochtersen/Assel (4.)
  • VfV Borussia 06 Hildesheim (4.)
  • VfB Oldenburg (4.)

Im anderen Wettbewerb, dem „Amateurpokal“, sind derzeit noch elf Mannschaften vertreten. Eine sportliche Lösung wird präferiert, hängt aber von den Beschlüssen der Politik ab. Altenoythe, VfL Oldenburg, Bersenbrück, Spelle-Venhaus, Uphusen und Hagen/Uthlede haben ihr Achtelfinalspiel noch nicht absolviert, die anderen Vereine stehen bereits im Viertelfinale.

  • TUS Bersenbrück (5. Liga)
  • FT Braunschweig (5.)
  • FC Hagen/Uthlede (5.)
  • Arminia Hannover (5.)
  • VfL Oldenburg (5.)
  • SC Spelle-Venhaus (5.)
  • TB Uphusen (5.)
  • MTV Wolfenbüttel (5.)
  • SV Ahlerstedt-Ottendorf (6.)
  • TSV Krähenwinkel (6.)
  • SV Altenoythe (7.)

Rheinland

Im Rheinland findet am 29. Mai ein Entscheidungsspiel um den Einzug in den DFB-Pokal statt. Rot-Weiß Koblenz war als höchstspielende Mannschaft für das Finale gesetzt. In einer Auslosung aller anderen noch im Pokal befindlichen Mannschaften wurde der VfB Linz gezogen.

  • Rot-Weiß Koblenz (4. Liga)
  • VfB Linz (7.)

Saarland

Der Fußballverband Saarland hat entschieden, dass Drittligist Saarbrücken und die Regionalligisten Elversberg und Homburg den Teilnehmer am DFB-Pokal ermitteln. Elversberg wurde per Los für das Finale am 29. Mai gesetzt und trifft dort auf den Sieger der Partie zwischen Homburg und Saarbrücken.

  • FC Saarbrücken (3. Liga)
  • SV Elversberg (4.)
  • FC 08 Homburg (4.)

Sachsen

Auch in Sachsen spielen die Dritt- und Regionalligisten den Verbandspokal aus. Während sich der Chemnitzer FC gestern Abend gegen Zwickau durchsetzte und damit bereits für das Finale feststeht, muss der Gegner noch gefunden werden. Dresden besiegte im Viertelfinale Bischofswerda und trifft im Halbfinale nun auf Lok Leipzig. Dynamo Dresden hat sich bereits über die Liga für den DFB-Pokal qualifiziert.

  • Chemnitzer FC (4.)
  • FC Lokomotive Leipzig (4.)

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt entschied sich der Verband für ein Qualifikationsspiel zwischen den beiden Drittligisten Hallescher FC und 1. FC Magdeburg für die Teilnahme am DFB-Pokal. Das Spiel findet im Rahmen des Finaltags der Amateure am 29. Mai statt.

  • Hallescher FC (3. Liga)
  • FC Magdeburg (3.)

Schleswig-Holstein

Seit Oktober ruht der Verbandspokal in Schleswig-Holstein. Nach Möglichkeit soll er noch bis zum 30. Juni sportlich beendet werden. Derzeit befinden sich noch neun Vereine im Wettbewerb und können sich Hoffnung auf die Teilnahme am DFB-Pokal machen. Bislang steht nur Phönix Lübeck als Halbfinalist fest. Wann wieder gespielt werden kann, ist noch offen.

  • VfB Lübeck (3. Liga)
  • Heider SV (4.)
  • Phönix Lübeck (4.)
  • Weiche Flensburg (4.)
  • TSB Flensburg (5.)
  • SV Todesfelde (5.)
  • SG Geest 05 (6.)
  • FC Kilia Kiel (6.)

Südbaden

Auch in Südbaden ist derzeit kein Spielbetrieb für Amateurteams möglich. Trotzdem soll der Verbandspokal bis Ende Juni sportlich zu Ende gebracht werden. Derzeit befinden sich noch neun Teams im Wettbewerb. Wie bei einem möglichen Abbruch der Teilnehmer am DFB-Pokal festgelegt wird, steht noch nicht fest.

  • Freiburger FC (5. Liga)
  • SV Linx (5.)
  • SV Oberachern (5.)
  • FC Rielasingen-Arlen (5.)
  • FC 08 Villingen (5.)
  • Offenburger FV (6.)
  • FSV RW Stegen (7.)
  • SpVgg F.A.L. (7.)
  • Türkischer SV Singen (8.)

Südwest

Vor dem Viertelfinale musste die Saison im Herbst unterbrochen werden und wurde seitdem nicht wieder aufgenommen. Bis zum 30. Juni soll der Wettbewerb jedoch sportlich zu Ende gebracht werden. Unter den acht verbliebenen Vereinen sticht der 1. FC Kaiserslautern als haushoher Favorit heraus.

  • 1. FC Kaiserslautern (3. Liga)
  • BFV Hassia Bingen (5.)
  • SV Gonsenheim (5.)
  • TSV Gau-Odernheim (6.)
  • SC Idar-Oberstein (6.)
  • SV Morlautern (6.)
  • SV Hermersberg (7.)
  • SC Weselberg (8.)

Thüringen

Eigentlich sollten Carl Zeiss Jena und der ZFC Meuselwitz in einem Entscheidungsspiel die Teilnahme am DFB-Pokal ausspielen. So zumindest kommunizierte der Verband am 19.04. eine Entscheidung, die von allen 32 noch im Wettbewerb vertretenen Vereine beschlossen wurde. Nach einer Klage von RW Erfurt und dem SC An der Fahner Höhe befand das Sportgericht die Entscheidung für nicht zulässig. Damit sind Stand jetzt wieder 32 Teams im Rennen um den DFB-Pokal-Startplatz. Morgen (14. Mai) soll über alternative Möglichkeiten zur Beendigung der Pokalsaison diskutiert werden.

Westfalen

Der Fußballverband Westfalen stellt zwei Teilnehmer an der 1. Runde des DFB-Pokals. Über die Liga hat sich Preußen Münster einen der beiden Startplätze gesichert. Der zweite wird zwischen Verl, Lotte und Rödinghausen ausgespielt. Die Sportfreunde Lotte treffen im Halbfinale auf Rödinghausen, Verl tritt gegen Münster an, die immer noch Pokalsieger werden können. In diesem Fall würde auch der unterlegene Finalist in den DFB-Pokal einziehen.

  • SC Verl (3. Liga)
  • Sportfreunde Lotte (4.)
  • SV Rödinghausen (4.)

Württemberg

Nach dem Rückzug von Reutlingen und Bissingen sind noch drei Mannschaften übrig, die den Pokalsieger Württembergs ermitteln. Der SSV Ulm steht als Finalist bereist fest. Liga-Konkurrent Balingen und Oberligist Stuttgarter Kickers, die mit einer Sondergenehmigung der Stadt Stuttgart trainieren und spielen dürfen, tragen am 18. Mai ein Halbfinalspiel aus. Das Finale steigt am 29. Mai im Rahmen des Finaltags der Amateure.

  • TSG Balingen (4. Liga)
  • SSV Ulm (4.)
  • Stuttgarter Kickers (5.)

Quelle: Die falsche 9
Autor: Moritz, Christian

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