Letztes Heimspiel: Mehrere Drittligisten vergrößern Heimbereich

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In der 3. Liga geht es in die Crunchtime um den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Die Ticketnachfrage bei den Klubs, die im Aufstiegsrennen beteiligt sind, ist immens. Deshalb vergrößern mehrere Drittligisten ihren Heimbereich beim letzten Heimspiel der Saison. Ermöglicht wird dies durch die geringe Nachfrage auf Seiten der Gäste.

Vier Drittligisten vergrößern Heimbereich beim letzten Heimspiel

Seit dem vergangenen Wochenende steht mit dem VfL Osnabrück der erste Aufsteiger der 3. Liga fest. Die Lila-Weißen werden in der kommenden Saison wieder in der 2. Fußball-Bundesliga an den Start gehen. Dies ist auch das Ziel von fünf Drittligisten, die noch rechnerische Chancen auf den Aufstieg haben. Für den FC Hansa Rostock, Rot-Weiss Essen und den FC Energie Cottbus steht am 37. Spieltag das letzte Heimspiel an – vor besonders großen Kulissen. Alle drei Mannschaften vergrößern den Heimbereich über Teile des Gästeblocks. Bei der Kogge verwandelt sich sogar der komplette Gästeblock zum Heimbereich. Für den MSV Duisburg steht am 38. Spieltag ein Heimspiel auf den Spielplan. Auch dort wird der Heimbereich erweitert.

Kompletter Gästeblock für Hansa: 29.000 Zuschauer gegen VfB II möglich

Zur größten Heimbereich-Erweiterung kommt es beim FC Hansa Rostock. Da der VfB Stuttgart auf das gesamte Gästekontingent von 2.600 Karten verzichtet hat, können die Hansa-Fans auch den Gästeblock besetzen. Durch die entfallenden Pufferbereiche können somit bis zu 29.000 Fans das Heimspiel gegen den Stuttgarter Nachwuchs verfolgen. Zuletzt lief die Kogge in der vergangenen Saison vor einer solch großen Kulisse auf. Damals verzichtete Hannover 96 auf das Kontingent für das Gastspiel des Roten-Nachwuchses an der Ostsee. Fünf Punkte trennen die Mannschaft von Daniel Brinkmann von Platz 2 und Platz 3. Für einen Aufstieg ist daher ein kleines Fußball-Wunder nötig.

Havelse-Fans beim Spiel gegen Cottbus. Foto: Instagram: @nur.energie

 

2.000 zusätzliche Plätze für Rot-Weiss Essen: Verl gibt Fehler zu

Den Aufstieg nicht mehr in der eigenen Hand haben auch Rot-Weiss Essen und den SC Verl. Beim Verfolgerduell zwischen dem Viert- und Fünftplatzierten wird die Hafenstraße in Rot und Weiß erstrahlen. Der Stehplatzbereich des Gästeblocks wurde vollständig für die Fans des Reviervereins freigegeben. Damit finden über 2.000 RWE-Fans mehr Platz im Stadion an der Hafenstraße. Für den SC Verl steht der Gästebereich, der 650 Plätze umfasst, zur Verfügung. Dort sorgte die freiwillige Abgabe des Stehplatz-Blocks für Unmut bei den Fans. Der Verein spricht von einer missverständlichen Kommunikation und würde heute diese Entscheidung so nicht mehr treffen.

Kostenlose Gästetickets für Wehen Wiesbaden bei Energie Cottbus

Ebenfalls vor vollen Rängen werden Energie Cottbus und der SV Wehen Wiesbaden am Samstag auflaufen. Der Tabellenzweite hat alle verfügbaren Karten für das Heimspiel gegen die Hessen abgesetzt. Dies betrifft auch 1.500 Tickets aus dem Gästekontingent. Aus diesem hat der SV Wehen Wiesbaden den kompletten Stehplatzbereich abgegeben. Die Fans des SV Wehen Wiesbaden werden im Sitzplatz-Bereich untergebracht. Aufgrund der Umstände stellt Wehen Wiesbaden seinen Fans die Karten kostenlos zur Verfügung.

Die Fans des MSV Duisburg am 1. Spieltag der 3. Liga.
Foto: Instagram @t_mon92

 

Viktoria gibt Kontingente frei: MSV erneut vor über 30.000 Zuschauern

Der MSV Duisburg wird erst am letzten Spieltag sein letztes Heimspiel in der 3. Liga absolvieren. Anschließend steht noch das Niederrheinpokalfinale im eigenen Stadion an. Möglich ist auch ein Relegationsspiel – in dem man Stand jetzt! auf Fortuna Düsseldorf treffen würde. Auch die Meidericher vergrößern beim Heimspiel gegen Viktoria Köln den Heimbereich. Der Klub von der „Schäl Sick“ hat den Sitzplatzbereich im Oberrang des Gästeblocks abgegeben. Dadurch werden rund 1.400 zusätzliche Plätze frei. Binnen kürzester Zeit war das Kontingent vergriffen. Beim letzten Heimspiel waren erstmals seit elf Jahren wieder über 30.000 Fans in der MSV-Arena.

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9