Fünftligist VfR Aalen hat am vergangenen Wochenende erneut einen Zuschauerrekord aufgestellt. Im deutschlandweiten Zuschauervergleich lässt der aktuelle Tabellenführer damit weitere Klubs aus der 3. Liga und Regionalliga hinter sich.
Über 4.600 Zuschauer in der Oberliga Baden-Württemberg
Das Ostalb-Derby hat in der Oberliga Baden-Württemberg für eine neue Rekordkulisse in der laufenden Saison gesorgt. Das Heimspiel des ehemaligen Zweitligisten VfR Aalen gegen den TSV Essingen (2:3) sahen 4.644 Zuschauer. Der VfR begrüßte mehr Zuschauer als vier Drittligaspielen am vergangenen Spieltag. Damit wurde der Topwert vom Heimspiel gegen den SSV Reutlingen aus dem Oktober des vergangenen Jahres nochmal deutlich getoppt. Schon damals sorgten mehr als 4.000 Zuschauer für den Zuschauerrekord für ein Spiel der Oberliga Baden-Württemberg. Im deutschlandweiten Vergleich ist die Partie zwischen Aalen und Essingen ebenfalls der Rekordhalter für die laufende Saison. Keine andere Partie in der fünften Spielklasse zog mehr Zuschauer an. Der historische Rekord der Oberliga Baden-Württemberg gehört weiter dem SV Waldhof Mannheim. Deren Heimspiel gegen den FV Illertissen mit anschließender Aufstiegsfeier sahen 18.313 Zuschauer im Juni 2011.

Als einziger Fünftligist: VfR Aalen mit mehr als 2.000 Zuschauern im Schnitt
Durch den neuen Saisonrekord steigt der Zuschauerschnitt des VfR Aalen auf 2.136 Zuschauer an. Der Klub von der Ostalb ist deutschlandweit der einzige Fünftligist, der die Marke von 2.000 Zuschauern pro Spiel knackt. Über die Tausendermarke kommen ansonsten nur der KFC Uerdingen (1.725 Zuschauer pro Spiel), die SG Wattenscheid (1.157) und TuS Koblenz (1.103).

In der deutschlandweiten Zuschauertabelle klettert Aalen von Rang 81 auf Rang 77. Mit dem TSV Havelse überholt der Klub aus Baden-Württemberg sogar einen Drittligisten. Der VfB Stuttgart II und die TSG Hoffenheim II standen in der Zuschauertabelle bereits vor dem Rekordspiel hinter dem Klub von der Ostalb.
| Deutschlandweite Zuschauertabelle 2025/26 | ||||
|---|---|---|---|---|
| 75. | BFC Dynamo | 2.158 | ||
| 76. | Kickers Emden | 2.146 | ||
| 77. | VfR Aalen | 2.136 | ||
| 78. | 1. FC Bocholt | 2.007 | ||
| 79. | Würzburger Kickers | 1.962 | ||
| 80. | TSV Havelse | 1.945 | ||
| 81. | Wuppertaler SV | 1.919 | ||
| 82. | FC Gütersloh | 1.796 | ||
Die komplette Top 100 der deutschlandweiten Zuschauertabelle findet ihr hier:
VfR Aalen auf Aufstiegskurs, Mannheim träumt vom Double
Die Zeichen, dass der VfR Aalen in diesem Jahr in die Regionalliga Südwest zurückkehrt, stehen gut. Derzeit führen die Schwarz-Weißen die Tabelle der Oberliga Baden-Württemberg mit zwei Punkten Vorsprung auf den VfR Mannheim an. Der Vorsprung auf den Drittplatzierten Essingen beträgt trotz der Niederlage im direkten Duell zwölf Punkte. Zudem hat der Verein für Rasenspiele noch ein Spiel mehr zu absolvieren als Mannheim, zwei mehr gegenüber Essingen. Während die Meisterschaft zum direkten Aufstieg in die Regionalliga Südwest berechtigt, nimmt der Vizemeister an der Aufstiegsrunde mit den Vizemeistern aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und der Hessenliga teil.
Für den stärksten Aalener Konkurrenten Mannheim ist in dieser Saison sogar noch das Double aus Meisterschaft und Pokal möglich. Die Kurpfälzer besiegten im Halbfinale des Badischen Pokals den Regionalligisten SV Sandhausen und zogen damit in das Finale ein. Dort könnte es zum Stadtderby zwischen Drittligist SV Waldhof Mannheim und Fünftligist VfR Mannheim kommen.
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9





