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Massiver Zuschauer-Einbruch bei RB Leipzig

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RB Leipzig ist am Mittwochabend seiner kleinsten Bundesliga-Heimspielkulisse aller Zeiten nur hauchzart entgangen. Nur bei einem Heimspiel in der Leipziger Bundesliga-Historie waren noch weniger Zuschauer als am Mittwoch gegen den SC Freiburg. Die tatsächliche Zuschauerzahl fiel derweil noch viel geringer aus, als die offiziell verkündete Zuschauerzahl.

Nur einmal waren es weniger Zuschauer: Minus-Kulisse für RB Leipzig

Ein trostloses Bild gab die Leipziger Red-Bull-Arena am Mittwochabend zum Hinrundenabschluss gegen den SC Freiburg ab. Mit offiziell nur 30.902 Zuschauern war es das zweitwenigst besuchte Heimspiel in der Leipziger Bundesligahistorie – abgesehen von den Spielen unter Zuschauer-Ausschluss während der Pandemie. Insgesamt blieben knapp 17.000 Plätze in der Leipziger Arena frei. Weniger Zuschauer hatte der Red-Bull-Klub nur in der Saison 2018/19 beim Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05. Damals kamen 30.136 Zuschauer in die Arena. Das Leipziger Fan-Medium RBlive.de schätze die tatsächliche Zuschauerzahl beim gestrigen Spiel sogar auf nur maximal 25.000 Fans.

Bisherige Minus-Kulisse um 13.000 Zuschauer unterboten

Es ist ein massiver Einbruch im Vergleich zu den bisherigen Zuschauerzahlen in dieser Saison. Im Schnitt kamen 46.725 Zuschauer zu den ersten sieben Heimspielen der Leipziger (Platz 11 in Deutschland). Mit dem Zuschauereinbruch gegen den SC Freiburg sinkt der Schnitt deutlich auf nun 44.747 Zuschauer pro Spiel. Die bisherige Minus-Kulisse vom Spiel gegen den 1. FC Heidenheim (43.495 Zuschauer) wurde bei weitem unterboten. Rund 13.000 Zuschauer weniger sahen das Heimspiel am Mittwoch. Die Zahl der Gästefans hat hier keinerlei Auswirkungen. Während der 1. FC Heidenheim mit 450 Fans nach Leipzig reiste, waren es gestern 400 Fans aus dem Breisgau. Die Aktive Fanszene der Freiburger boykottiert seit jeher die Auswärtsspiele in der Messestadt.

Auslastung im Heimbereich: RB Leipzig fällt neun Plätze zurück

In der Zuschauertabelle hat die Partie vom Mittwoch noch keine Auswirkungen. Im deutschlandweiten Vergleich stehen die Roten Bullen weiterhin auf Platz 11. Der Abstand auf Zweitligist Hannover 96 ist allerdings deutlich geschrumpft. Deutlich abgerutscht ist der zweimalige Pokalsieger aber in der Tabelle nach Auslastung des Heimbereichs. Dieser war am Mittwoch offiziell nur zu 71 Prozent ausgelastet. Damit rutscht RB Leipzig in der ligaübergreifenden Tabelle von Platz 21 auf Platz 30 ab.

Dennoch eine schmeichelhafte Platzierung, in Anbetracht der tatsächlichen Auslastung. Die No-Show-Rate (Zahl der Karteninhaber, die nicht zum Spiel erscheinen) ist in Leipzig weiterhin hoch, auch wenn RB Leipzig im Sommer erste Maßnahmen zur Verbesserung getroffen hat. So wurden Dauerkarteninhaber, die zu wenige Spiele besucht haben, gekündigt.

Tiefstwert auch in Mainz, viele Gästefans verhindern Tiefstwerte in Wolfsburg und Sinsheim

Vor einer Minuskulisse in der laufenden Spielzeit spielte in dieser Woche aber nicht nur RB Leipzig. Am Dienstag blieben auch in Mainz fast 10.000 Plätze frei. Erstmals seit fast zwei Jahren kamen zu einem Bundesliga-Heimspiel der Rheinhessen wieder weniger als 30.000 Zuschauer. In Sinsheim verhinderten am Mittwoch 5.500 Fans aus Mönchengladbach einen neuen Tiefstwert für die TSG Hoffenheim. Auch der VfL Wolfsburg profitierte von den zahlreich angereisten Fans des FC St. Pauli. In Augsburg ist am Donnerstagabend ein neuer Tiefstwert zu erwarten, wenn der 1. FC Union Berlin in Schwaben gastiert. Im Vorfeld tätigte der Klub keine öffentliche Aussage zum Stand der verkauften Karten. Alle Zuschauer- und Auswärtsfahrerzahlen findet ihr in unserer Zahlenzentrale:

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9