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Foto: Unterwegs in Sachen Fußball

Mit vielen Fans und neuen Hoffnungen startet Hansa Rostock in das neue Jahr

  • Beitrags-Kategorie:2. Bundesliga

Das letzte Drittel des vergangenen Jahres war auf und neben dem Platz ein dunkles Kapitel für den FC Hansa Rostock. Nur eines von zehn Spielen gewannen die Hanseaten. Auf den Rängen gab es mehrfach Ausschreitungen, die zu langen Spielunterbrechungen führten. Mit neuem Trainer und neuem Mut will die Kogge in Nürnberg erfolgreich in das neue Jahr starten.

Keine Kontinuität seit Härtels Abgang

Über knapp vier Jahre herrschte Kontinuität auf dem Trainerposten des FC Hansa Rostock. Von Januar 2019 bis November 2022 war Jens Härtel der verantwortlich an der Ostsee – ein gutes Jahr danach steht mit Mersad Selimbegović bereits der dritte Trainer seit Härtels Abgang an der Seitenline der Hanseaten. Härtels Nachfolger, Patrick Glöckner, wurde nach 133 Tagen im Amt bereits im März entlassen. Alois Schwartz übernahm, führte die Kogge zum Klassenerhalt und legte einen tollen Start in die Saison hin. Doch schon im September – nach Niederlagen gegen Hamburg, Düsseldorf und Kaiserslautern – herrschte wieder Krisenstimmung. Es folgte der freie Fall in den Tabellenkeller, die Entlassung von Schwartz Mitte Dezember und ein desolates 1:4 in Paderborn unter Interimstrainer Uwe Speidel.

Auch auf den Rängen ist Besserung erhofft

Noch schlimmer war das Bild, das der Verein auf den Rängen abgab. Vandalismus und Gewalt, Sachschäden und Personenschäden sorgten beim Gastspiel in Paderborn für Entsetzen. Es war nur die Spitze des Eisbergs und ein makabrer Schlusspunkt für das Jahr 2023. Die Klubverantwortlichen zogen Konsequenzen. Einschränkungen beim Kartenverkauf für die Auswärtsspiele, ein Choreoverbot bei den Heimspielen sowie Stadionverbot für Personen, die im Zusammenhang mit den Ausschreitungen und Körperverletzungen stehen und identifiziert werden konnten. Ob diese Maßnahmen von Erfolg sein werden, wird sich zeigen.

Letztes Jahr war Nürnberg der Zielpunkt, nun ist es der Startpunkt

Nun richtet der Klub den Blick nach vorne. In Nürnberg startet für die Kogge die Mission Klassenerhalt. Dort, wo der Klassenerhalt in der vergangenen Saison besiegelt wurde. Dabei will der neue Cheftrainer Mersad Selimbegović mit seiner Mannschaft direkt auf dem Platz sein und die ersten Punkte einfahren, „ob mit Brechstange oder wie auch immer“ sagte der 41-jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Das Ziel für die Rückrunde ist klar, es zählt einzig der Klassenerhalt und der soll möglichst direkt gelingen.

Hansa reist mit vielen Fans nach Franken

In das Frankenland wird das Team um Selimbegović zahlreich von den Fans begleitet. Die rund 650 Kilometer weite Reise ins Max-Morlock-Stadion treten 3.000 Fans des FC Hansa Rostock an. Bis Donnerstag hat der Klub 2.700 Tickets für das Spiel abgesetzt. Es wird der bislang zweitgrößte Gästeanhang der Rostocker in dieser Saison sein. Nur beim Auswärtsspiel in Hamburg, bei dem rund 7.500 Hansa-Fans im Stadion waren, waren noch mehr Fans der Kogge dabei.

Top 20 in der Auswärtsfahrertabelle

Für den FCH ist es bereits die dritte Reise nach Franken binnen weniger Monate. Im Oktober gastierte man in Fürth, im November beim Pokalspiel in Nürnberg. Durchschnittlich begleiten in dieser Saison knapp 2.800 Fans den FC Hansa zu den Auswärtsspielen in der 2. Bundesliga. In der Auswärtsfahrertabelle belegt man damit den achten Platz und gehört deutschlandweit zu den 20 Vereinen mit den meisten Gästefans – trotz der durchschnittlich weitesten Wege zu den Partien in der Fremde.

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9

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