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WM in Katar: Die Stadien

Im Rahmen unseres Format „Neun am Neunten“ blicken wir kritisch auf die WM in Katar – weiter geht es mit den Stadien. In acht verschiedenen Stadien wird demnächst der Ball bei der WM rollen. Sechs der acht Stadien wurden komplett neu gebaut. Allein die Kosten für den Bau der Stadien belaufen sich auf ca. 3 Milliarden Dollar.

Aus zwölf wurden acht Stadien

Laut Bewerbungsunterlagen der FIFA waren für die WM 2022 mindestens zwölf Stadien als Austragungsorte vorgesehen. Nachdem Katar zunächst Pläne für zwölf Stadien vorlegte, verständigte man sich mit der FIFA darauf, dass acht Stadien für die Größe des Landes ausreichend seien. Alle WM-Arenen befinden sich in Doha oder liegen im näheren Umfeld der Stadt, maximal bis zu 60 Kilometern von der Hauptstadt Katars entfernt.

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Kühlungstechnologie in fast allen Stadien

Aufgrund der klimatischen Bedingungen in Katar – trotz Verlegung in den Winter – sind in sieben der acht Stadien Kaltluftgebläse zur Klimatisierung verbaut. Dadurch sollen das Spielfeld und die Zuschauerränge von ca. 40 Grad Außentemperatur auf einen Bereich zwischen 19 und 23 Grad heruntergekühlt werden. Für die Kühlungstechnologie wird laut katarischen Angaben ausschließlich Solarenergie verwendet.

Die Stadien werden zum Teil nach der WM verkleinert und zum Beispiel von katarischen Vereinen oder für den Hochschulsport verwendet. Eine Besonderheit bietet das Stadium 974. In diesem Stadion wurden 974 Schiffscontainer verbaut. Nach dem Turnier wird das Stadion abgebaut und Komponenten für Stadionbauten außerhalb Katars eingesetzt. Auf dem Gelände sollen danach Freizeit- und Grünanlagen entstehen.

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Während dem Bau der Stadien kam es zu Menschenrechtsverletzungen und Toten. Darüber berichten wir später in einem gesonderten Beitrag.

Info: Zur Höhe des Investitionsvolumens des Stadionbaus finden sich unterschiedliche Angaben zwischen 2,87 und 4 Milliarden Dollar. Unsere Angaben basieren auf einer Quelle und reihen sich im unteren Bereich des Spektrums ein. Die Kosten sind eher als eine grobe Schätzung anzusehen.

Autor: Mortiz
Quelle: Die falsche 9

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