Wollitz mahnt: Energie Cottbus vor kleinster Kulisse seit Aufstieg

Als Spitzenreiter ist der FC Energie Cottbus in den vergangenen Spieltag gegangen und trotzdem spielten die Lausitzer vor der kleinsten Kulisse seit der Rückkehr in die 3. Liga. Dies machte auch Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz Sorgen, der zugleich an die Fans appellierte. Am kommenden Samstag wird das Stadion wieder deutlich voller, wenn es zum Spitzenspiel in der 3. Liga kommt.

Seit der Rückkehr in die 3. Liga: Erstmals unter 9.000 Zuschauer beim FC Energie Cottbus

„Nur“ 8.628 Zuschauer kamen am vergangenen Wochenende zum Heimspiel des FC Energie Cottbus gegen Viktoria Köln (3:2). Für den Klub aus Brandenburg war es die kleinste Kulisse seit dem Aufstieg im Sommer 2024. Auch, weil die Gäste aus dem Rheinland mit nur 40 Fans in die Lausitz reisten. Erstmals seit der Drittliga-Rückkehr waren es weniger als 9.000 Fans im LEAG Energie Stadion. Im vergangenen Jahr lag der Tiefstwert bei 9.077 Zuschauer, die das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II verfolgt haben. Es war das sechste Heimspiel seit Sommer des letzten Jahres, bei dem die Zuschauerzahl unter die Marke von 10.000 Zuschauern fiel. Zum zweiten Mal war es in dieser Saison der Fall.

Zuschauer-Tiefstwert
Rostock22.405
Aachen19.155
Duisburg18.486
Essen15.027
1860 München15.000
14x
Osnabrück14.037
Saarbrücken10.974
Mannheim8.659
Cottbus8.628
Ulm8.552
Regensburg6.049
Aue5.710
Ingolstadt2.810
Wiesbaden2.425
Viktoria Köln2.384
Verl2.034
Schweinfurt1.969
Havelse912
Hoffenheim II649
Stuttgart II300
2x

In der Zuschauertabelle der 3. Liga zog der SSV Ulm 1846 am FC Energie Cottbus vorbei. Die Spatzen spielten beim Heimspiel gegen den TSV 1860 München vor ihrer größten Saisonkulisse. Mit durchschnittlich 11.064 Zuschauern rutscht Energie Cottbus dadurch auf Platz 10 ab.

Wollitz mahnt: Energie Cottbus ist abhängig von Zuschauereinnahmen

Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz mahnte im Nachgang der Partie, dass der FC Energie Cottbus abhängig von Zuschauereinnahmen sei. Durch diese Einnahmen können Spieler gehalten werden und ein gewisser Kader zusammengestellt werden, um konkurrenzfähig sein zu können. Sorge macht ihm, dass im Abstiegskampf noch deutlich weniger Zuschauer kommen würden und dies zu Problemen für die Zukunft und die Perspektive des Klubs führen würde. Lob fand der Trainer für die „8.700 Positiven, die alles geben, um dieses Spiel in unsere Richtung zu drehen“.

Spitzenspiel gegen Duisburg vor größter Saisonkulisse?

Am kommenden Wochenende werden die Ränge der Cottbuser Heimspielstätte dann wieder deutlich voller werden. Fast doppelt so viele Zuschauer könnten den Weg zum Spitzenspiel gegen den MSV Duisburg finden. Der FC Energie Cottbus hat sich das Ziel gesteckt, dass Topspiel vor über 15.000 Fans auszutragen. Dies wäre gleichbedeutend mit der größten Kulisse der Saison in der 3. Liga. Die meisten Fans kamen bisher zum Saisonauftakt gegen den 1. FC Saarbrücken. 13.624 Zuschauer verfolgten das wilde 3:3-Unentschieden. Wettbewerbsübergreifend waren die beiden DFB-Pokal-Spiele gegen Hannover 96 und RB Leipzig am besten besucht.

Zuschauer-Höchstwert
Duisburg28.119
Aachen27.862
Rostock26.343
Essen19.300
2x
Cottbus18.359
Mannheim17.406
Ulm16.159
Osnabrück15.741
5x
Regensburg15.210
1860 München15.000
14x
Aue14.800
Saarbrücken14.601
Ingolstadt13.292
Schweinfurt9.261
Viktoria Köln7.943
Havelse6.712
Wiesbaden6.127
Verl4.570
Stuttgart II4.500
Hoffenheim II4.111

Sportlich ist die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz trotz des Heimsieges auf den 2. Tabellenplatz abgerutscht. Aufgrund des besseren Torverhältnisses zog der MSV Duisburg am vergangenen Wochenende am Klub aus Brandenburg vorbei. Die Zebras spielten gegen Alemannia Aachen vor der größten Kulisse der Drittligasaison.

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9