31 Vereine nehmen am Zulassungsverfahren zur Regionalliga Nord für die Saison 2026/27 teil. Wer hat eine Zulassung beantragt, wer hat darauf verzichtet? Wir haben die Übersicht.
Um an der Spielzeit 2026/27 in der Regionalliga Nord antreten zu dürfen, bedarf es einer Zulassung durch den Norddeutschen Fußballverband (NFV). Neben den 18 aktuell in der Regionalliga Nord spielenden Vereinen reichten auch ein Drittligist und zwölf Oberligisten die Unterlagen fristgerecht ein. Im Vergleich zum Vorjahr (31 Anträge) blieb die Anzahl der Anträge damit auf dem gleichen Niveau.
Osnabrück verzichtet auf einen Regionalliga-Antrag
Als Tabellenführer der 3. Liga könnte der VfL Osnabrück Stand jetzt! im Sommer in die 2. Bundesliga aufsteigen. Die Lila-Weißen haben demnach keinen Anlass gesehen, eine Zulassung für die Regionalliga Nord beantragen. In der vergangenen Saison stand der VfL zum Zeitpunkt der Frist auf dem 13. Tabellenplatz und reichte die Unterlagen für die Regionalliga beim Verband ein.
| Verein | Punkte | Antrag? | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | VfL Osnabrück | 61 | ||
| 19. | TSV Havelse | 23 | ||
| Stand: 31.03.2026 | ||||
Ganz anders zeichnet sich die Lage beim zweiten Drittligisten aus dem Norden. Der TSV Havelse steht auf Rang 19 und wird im Sommer nach nur einem Jahr wohl direkt in die Regionalliga Nord zurückkehren. Die Garbsener spielen sportlich zwar eine bessere Rolle als bei ihrer bislang einzigen Drittliga-Saison 2021/22, sammeln aber trotzdem zu wenig Punkte für den Klassenerhalt. Folglich hat der TSV die Unterlagen für die Regionalliga fristgerecht eingereicht.
Regionalliga Nord: Alle wollen an Bord bleiben
Alle 18 derzeitigen Regionalligisten bewerben sich für die kommenden Spielzeit. Der Meister der laufenden Saison wird die Liga im Sommer nach oben verlassen. Derzeit liefern sich der SV Meppen, der SV Drochtersen/Assel und der VfB Oldenburg einen Dreikampf, wobei Meppen die beste Ausgangsposition hat.
| Verein | Punkte | Antrag? | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | SV Meppen | 65 | ||
| 2. | SV Drochtersen/Assel | 61 | ||
| 3. | VfB Oldenburg | 53 | ||
| 4. | SSV Jeddeloh II | 51 | ||
| 5. | Hannover 96 II | 41 | ||
| 6. | Hamburger SV II | 40 | ||
| 7. | Bremer SV | 37 | ||
| 8. | Phönix Lübeck | 37 | ||
| 9. | VfB Lübeck | 36 | ||
| 10. | Kickers Emden | 32 | ||
| 11. | Weiche Flensburg | 32 | ||
| 12. | Werder Bremen II | 32 | ||
| 13. | FSV Schöningen | 26 | ||
| 14. | HSC Hannover | 24 | ||
| 15. | Eintracht Norderstedt | 21 | ||
| 16. | Blau-Weiß Lohne | 21 | ||
| 17. | FC St. Pauli II | 19 | ||
| 18. | Altona 93 | 19 | ||
| Stand: 31.03.2026 | ||||
Nach unten werden wohl – vorausgesetzt der TSV Havelse steigt tatsächlich ab – drei Vereine die Liga verlassen. Derzeit sieht es vor allem für Hamburg und das Umland der Hansestadt schlecht aus. Eintracht Norderstedt, FC St. Pauli II und Altona 93 belegen die Plätze 15, 17 und 18. Auf Platz 16 steht Blau-Weiß Lohne.

Ein Quintett aus Niedersachsen will hoch hinaus
Fünf Vereine aus den Top 6 der Oberliga Niedersachsen haben ihre Bewerbungsunterlagen fristgerecht beim Verband eingereicht. Mit drei Spielen in der Hinterhand könnte der VfV Borussia Hildesheim noch die Tabellenführung übernehmen und den SV Atlas Delmenhorst vom Platz an der Sonne verdrängen. Außerdem machen sich der Heeslinger SC, der 1. FC Germania Egestorf-Langreder und TuS Bersenbrück Hoffnung auf den Aufstieg.
| Verein | Punkte | Antrag? | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Atlas Delmenhorst | 44 | ||
| 2. | Heeslinger SC | 44 | ||
| 3. | 1. FC Germania Egestorf-Langreder | 41 | ||
| 4. | SV Meppen II | 39 | ||
| 5. | VfV Borussia Hildesheim | 37 | ||
| 6. | TuS Bersenbrück | 35 | ||
| Stand: 31.03.2026 | ||||
Die Tabellenkonstellation in der Oberliga Niedersachsen lässt einen spannenden Endspurt um die Aufstiegsplätze erwarten. Der Meister steigt direkt in die Regionalliga Nord 2026/27 auf. Der Vizemeister qualifiziert sich für die Aufstiegsrunde und trifft dort auf Vertreter der anderen Oberligen.

Aus Schleswig-Holstein bewirbt sich ein Duo
In der vergangenen Saison spielte der SV Todesfelde erstmals in der Regionalliga Nord. Das Abenteuer endete zunächst nach nur einem Jahr. Nun will es der SVT erneut wissen. Mit erst zwei Niederlagen im Saisonverlauf sind die Blau-Gelben souveräner Tabellenführer in der Oberliga Schleswig-Holstein mit zehn Punkten Vorsprung auf Holstein Kiel II, die ebenfalls eine Zulassung für die Regionalliga beantragt haben.
| Verein | Punkte | Antrag? | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | SV Todesfelde | 56 | ||
| 2. | Holstein Kiel II | 46 | ||
| Stand: 31.03.2026 | ||||
Der Meister der Oberliga Schleswig-Holstein genießt kein direktes Aufstiegsrecht, sondern nimmt mit Vertretern der anderen Oberligen an der Aufstiegsgrunde zur Regionalliga Nord teil. In der vergangenen Saison scheiterte der Heider SV als Vertreter Schleswig-Holsteins in der Aufstiegsrunde.
Dassendorf wills (endlich) wissen
Jahrelang verzichtete die TuS Dassendorf trotz glänzender sportlicher Aussichten – seit 2014 sieben Mal Oberliga-Meister – auf einen Regionalliga-Aufstieg. Nach einer sportlichen Neuausrichtung zu Beginn des Jahres will „Dasse“ in diesem Jahr den Aufstieg in Angriff nehmen. Mit den beiden ehemaligen Bundesliga-Spielern Martin Harnik und Max Kruse im Gepäck beantragen die Dassendorfer erstmals eine Lizenz für die Regionalliga Nord.
| Verein | Punkte | Antrag? | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Eimsbütteler TV | 62 | ||
| 2. | ETSV Hamburg | 58 | ||
| 3. | TuS Dassendorf | 52 | ||
| Stand: 31.03.2026 | ||||
Neben Dassendorf reichte auch Tabellenführer Eimsbütteler TV die Unterlagen fristgerecht beim Verband ein. Der Vorsprung auf Dassendorf beträgt derzeit – bei drei mehr absolvierten Partien – zehn Punkte. Der ETV hat jedoch offen gelassen, ob er den Antrag nicht zu einem späteren Zeitpunkt je nach Finanzierungsmöglichkeit zurückzieht. Der Tabellenzweite und Dominator der Hinrunde ETSV Hamburg verzichtet hingegen auf die Regionalliga. Der Verein hat den Kontakt zum Hauptsponsor verloren und steht damit womöglich vor noch deutlich größeren Zukunftssorgen.
Ein Bremer Trio will in die Regionalliga
Im vergangenen Sommer war der SV Hemelingen der Regionalliga Nord schon ganz nah. Als Meister und einziges Team, das die Zulassungsunterlagen eingereicht hatte, nahmen die Hemelinger an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord teil. Dort musste sich der SVH nach zwei Unentschieden aus drei Spielen allerdings den drei Konkurrenten geschlagen geben. In dieser Saison nimmt Hemelingen einen neuen Anlauf, hat derzeit aber bereits sieben Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze.
| Verein | Punkte | Antrag? | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Blumenthaler SV | 53 | ||
| 2. | TV Eiche Horn | 47 | ||
| 3. | SV Hemelingen | 46 | ||
| Stand: 31.03.2026 | ||||
Auf Rang 1 stehend geht der Blumenthaler SV in den Saisonendspurt. Der Verein aus dem Norden Bremens, der vor allem für seine Jugendarbeit bundesweit bekannt ist, könnte sich erstmals für die Regionalliga Nord qualifizieren. Mit sechs Punkten Rückstand ist der TV Eiche Horn den Blumenthalern noch auf den Fersen. Der Meister qualifiziert sich für die Aufstiegsrunde.
Wann erhalten die Vereine Rückmeldung?
Im nächsten Schritt werden die von den Vereinen bereitgestellten Dokumente gesichtet und geprüft, bevor Ende April die NFV-Kommission Prävention & Sicherheit/Zulassung über die Erteilung der Zulassungen entscheidet.
Autor: Moritz Schneider
Quelle: Die falsche 9, NFV





