Du betrachtest gerade 31 Bewerbungen für die Regionalliga Südwest 2026/27
Foto: IMAGO / Herrmann Agenturfotografie

31 Bewerbungen für die Regionalliga Südwest 2026/27

  • Beitrags-Kategorie:Regionalliga

31 Mannschaften nehmen am Zulassungsverfahren zur Regionalliga Südwest für die Saison 2026/27 teil. Wer hat eine Zulassung beantragt, wer hat darauf verzichtet? Wir haben die Übersicht.

Um in der Spielzeit 2026/27 in der Regionalliga Südwest antreten zu dürfen, bedarf es einer Zulassung durch Regionalliga Südwest GmbH (RLSW). Neben 17 aktuell in der Regionalliga Südwest spielenden Vereinen reichten auch vier  Drittligisten und zehn Oberligisten die Unterlagen fristgerecht ein. Im Vergleich zum Vorjahr (34 Anträge) ging die Anzahl der Anträge damit zurück

Ulm in Not, Wehen und Mannheim verzichten

Nach dem furiosen Doppelaufstieg von der Regionalliga in die 2. Bundesliga steht der SSV Ulm 1846 vor dem Doppelabstieg und der Rückkehr in die 4. Liga. Nach 33 Spieltagen besteht zwar noch die rechnerische Chance auf den Klassenerhalt, doch das rettende Ufer ist bereits acht Punkte entfernt. Mit großer Wahrscheinlichkeit kehren die Spatzen nach drei Jahren in die Regionalliga Südwest zurück.

VereinPunkteAntrag?
9.
Wehen Wiesbaden48
11.
Waldhof Mannheim47
13.
VfB Stuttgart II42
15.
TSG Hoffenheim II40
16.
1. FC Saarbrücken37
18.
SSV Ulm 184629
Stand: 16.04.2026

Ähnlich unzufrieden mit der laufenden Saison ist der 1. FC Saarbrücken. Die Blau-Schwarzen sind mit Aufstiegshoffnungen in die Saison gestartet, stehen derzeit aber nur auf dem 16. Platz und damit dem letzten Platz vor den Abstiegsrängen. Der Vorsprung auf Rang 17 beträgt allerdings acht Punkte. Auch der VfB Stuttgart II und die TSG Hoffenheim II könnten rechnerisch noch absteigen. Der SV Wehen Wiesbaden und Waldhof Mannheim haben den Klassenerhalt bereits sicher und verzichteten auf einen Zulassungsantrag für die Regionalliga.

Regionalliga Südwest: Bahlingen verzichtet auf einen Antrag

17 der 18 aktuellen Regionalligisten wollen auch in der kommenden Saison Teil der Liga bleiben. Oben duellieren sich die SG Sonnenhof Großaspach und der SGV Freiberg um den direkten Aufstiegsplatz in die 3. Liga. Neben dem Spitzenduo bewarben sich acht weitere Vereine aus der Regionalliga Südwest um eine Lizenz für die 3. Liga.

VereinPunkteAntrag?
1.
Sonnnenhof Großaspach58
2.
SGV Freiberg58
3.
FC 08 Homburg48
4.
FSV Frankfurt48
5.
1. FSV Mainz 05 II47
6.
Hessen Kassel44
7.
SG Barockstadt42
8.
Stuttgarter Kickers42
9.
Astoria Walldorf42
10.
SV Sandhausen42
11.
TSV Steinbach Haiger41
12.
SC Freiburg II36
13.
Eintracht Trier36
14.
Kickers Offenbach35
15.
Bayern Alzenau23
16.
TSG Balingen20
17.
TSV Schott Mainz19
18.
Bahlinger SC15
Stand: 16.04.2026

Im Tabellenkeller ist die erste Entscheidung gefallen. Da der Bahlinger SC, der gestern Abend noch ins Südbadische Pokalfinale eingezogen ist, auf einen Zulassungsantrag verzichtet, stehen die Kaiserstühler als erster Absteiger fest. Durch den wahrscheinlichen Abstieg des SSV Ulm 1846 werden wohl drei weitere Teams aus der Regionalliga Südwest absteigen. Auf diesen Plätzen stehen derzeit Bayern Alzenau, die TSG Balingen und der TSV Schott Mainz. Alzenau hat Tabellen-15. aber bereits zwölf Punkte Rückstand auf den 14. Platz, der nach dem aktuellen Szenario den Klassenerhalt bedeuten würde.

VfR Aalen vor Rückkehr in die Regionalliga

Bis 2015 rollte auf der Ostalb noch der Ball in der 2. Bundesliga. Nach einer Talfahrt bis in die Oberliga kämpft der VfR Aalen seit 2024 um die Rückkehr in die Regionalliga Südwest. Im zweiten Anlauf könnte das Comeback gelingen, derzeit haben die Aalener acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger VfR Mannheim.

VereinPunkteAntrag?
1.
VfR Aalen64
2.
VfR Mannheim56
3.
TSV Essingen49
4.
FC Nöttingen48
Stand: 16.04.2026

Auch der VfR Mannheim hat einen Zulassungsantrag für die Regionalliga Südwest gestellt und könnte erstmals in die Regionalliga Südwest aufsteigen. Für die Mannheimer wäre es die erste Saison in der Viertklassigkeit seit 2008. Auch der TSV Essingen und der FC Nöttingen machen sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg. Der Tabellenerste steigt direkt auf, der Vizemeister qualifiziert sich für die Aufstiegsrunde.

Zuschauer TuS Koblenz
Foto: Instagram @hopping__jane

 

Duell um in die Tabellenspitze in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Die spannendste Oberliga im Südwesten ist in dieser Saison die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Punktgleich stehen der FK Pirmasens und der 1. FC Kaiserslautern II an der Tabellenspitze. Nach aktuellem Stand würden diese beiden Teams in den restliche acht Spielen den direkten Aufsteiger ausspielen. Für den Tabellenzweiten ginge es in die Aufstiegsrunde zur Regionalliga.

VereinPunkteAntrag?
1.
FK Pirmasens60
2.
1. FC Kaiserslautern II60
3.
TuS Koblenz51
Stand: 16.04.2026

Neben dem Spitzenduo hat nur die TuS Koblenz einen Zulassungsantrag für die Regionalliga Südwest gestellt. Die Schängel müssen jedoch auf Patzer von Pirmasens und Kaiserslautern II hoffen, um noch Chancen auf den Aufstieg zu haben.

Eintracht Frankfurt II wohl nicht mehr einzuholen

In der Hessenliga scheint der direkte Aufstiegsplatz vergeben. Eintracht Frankfurt II hat nach 27 Spieltagen 15 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger und benötigt damit nur noch wenige Punkte für den Meistertitel. Für die Nachwuchsstars aus der Main-Metropole wäre der Aufstieg die direkte Rückkehr in die Regionalliga.

VereinPunkteAntrag?
1.
Eintracht Frankfurt II72
2.
FC Eddersheim57
3.
FC Gießen47
Stand: 16.04.2026

Dahinter hat der FC Eddersheim die besten Karten auf den 2. Tabellenplatz und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga. Hinter einem Aufstieg der Südhessen steht aber noch ein Fragezeichen. Das heimische Sportgelende enspricht aktuell nicht den Mindestbestimmungen der Liga. Einen Umzug in ein anderes Stadion schloss der Verein aus. Profiteur könnte der FC Gießen sein, der aktuell zehn Punkte Rückstand auf Eddersheim hat und als dritter Hessenligist die Unterlagen einreichte.

Wann erhalten die Vereine Rückmeldung?

Die eingereichten Unterlagen werden nun u.a. hinsichtlich ihrer technisch-organisatorischen und der personell-administrativen Leistungsfähigkeit geprüft. Den Bewerbern wird voraussichtlich eine erste Entscheidung Anfang Mai mitgeteilt.

Autor: Moritz Schneider
Quelle: Die falsche 9, RLSW