Der Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga spitzt sich zu! Auch in den Regionalligen stehen die letzten Spieltage an. Im Südwesten bahnt sich dabei ein spektakuläres Saisonfinale an. Nachdem der SGV Freiberg seit dem 3. Spieltag den Spitzenplatz hielt, wechselte am vergangenen Wochenende die Tabellenführung. So sieht die Lage im Aufstiegsrennen um die 3. Liga aus.
SGV Freiberg: Pokal-Aus und Tabellenführung verloren
Der Sport- und Gesangsverein Freiberg sorgte in den vergangenen Monaten für spektakuläre Schlagzeilen. Der Klub aus Württemberg wird zur kommenden Saison das heimische Wasenstadion in Freiberg verlassen und nach Heilbronn umziehen. Das Frankenstadion wird die neue Heimat der Freiberger, die künftig auch den Stadtnamen Heilbronn in den Vereinsnamen aufnehmen wollen. Während es lange Zeit nach einer perfekten Saison aussah, droht den Freibergern nun eine Saison ohne Titel. Nach dem Aus im WFV-Pokal Anfang April ist nun auch die Tabellenführung in der Regionalliga Südwest verloren gegangenen. Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach profitierte am vergangenen Wochenende von der Freiberger Niederlage in Homburg und steht nun aufgrund des um zwei Tore besseren Torverhältnisses an der Spitze. Neben dem Traum vom Durchmarsch in die 3. Liga träumt der Dorfklub noch vom Double. Am Dienstag zog die Mannschaft von Pascal Reinhardt in das WFV-Pokalfinale ein.

Direktes Duell zwischen Großaspach und Freiberg
Ein möglicherweise vorentscheidendes Duell steht bereits in der kommenden Woche an. Dann kommt es in Großaspach zum direkten Duell zwischen dem Tabellenführer und dem Tabellenzweiten der Regionalliga Südwest. Während im Südwesten das Rennen um den Aufstieg in die 3. Liga eng ist, läuft es in der Regionalliga West und der Regionalliga Nord auf eine frühzeitige Entscheidung hinaus.
Fortuna Köln und Meppen steuern auf die 3. Liga zu
In der Regionalliga West hat Fortuna Köln derzeit – bei einem Spiel mehr – neun Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Rot-Weiß Oberhausen. Die beiden direkten Duelle sind bereits gespielt und fielen in beiden Fällen zu Gunsten des Klubs aus der Kölner Südstadt aus. Noch deutlicher ist die Tabelle in der Regionalliga Nord. Der SV Meppen hat nach 29 Spieltagen imposante 71 Punkte auf der Habenseite. Damit stehen die Emsländer zehn Punkte vor dem SV Drochtersen/Assel und zwölf Punkte vor dem VfB Oldenburg. Drochtersen/Assel hat noch ein Spiel mehr in der Hinterhand, die Oldenburger zwei. Am 33. Spieltag steht für den SV Meppen noch das direkte Duell in Drochtersen an. Möglicherweise steht man dort bereits als Aufsteiger in die 3. Liga fest.

Jena verkürzt Abstand auf Lok Leipzig
In der Regionalliga Nordost schien das Rennen um die Meisterschaft lange auf eine eindeutige Titelverteidigung des 1. FC Lokomotive Leipzig hinauszulaufen. Doch nach zwei Niederlagen aus den letzten beiden Spielen – beide gegen Abstiegskandidaten – ist der Vorsprung der Mannschaft von Jochen Seitz geschmolzen. Der Tabellenzweite FC Carl Zeiss Jena, der im März auch das direkte Duell mit den Leipzigern für sich entscheiden konnte, hat nach vier Siegen in Serie nur noch vier Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Umso schmerzhafter sind die beiden Niederlagen gegen Meuselwitz und Chemnitz, die auf den Sieg im Bruno-Plache-Stadion in Leipzig folgten. Während die Meister der Regionalligen West, Südwest und Nord den direkten Aufstieg feiern können, muss der Meister der Regionalliga Nordost in die Aufstiegsspiele zur 3. Liga.

Vize-Meisterschaft könnte reichen: Würzburg und Unterhaching kämpfen um die Rückkehr in die 3. Liga
Zur größten Besonderheit im Aufstiegsrennen um die 3. Liga kommt es in der Regionalliga Bayern. Dort hat Tabellenführer 1. FC Nürnberg II keine Lizenzunterlagen für die 3. Liga eingereicht. Damit profitiert – sofern die Franken die Meisterschaft gewinnen – der Tabellenzweite. Das ist derzeit der FC Würzburger Kickers. Nach dem Trainerwechsel von Marc Reitmaier zu Michael Schiele gewannen die Franken fünf ihrer sechs Liga-Partien und zogen damit an der SpVgg Unterhaching vorbei. Mit einem Punkt Rückstand steht das Tor zur 3. Liga für die SpVgg Unterhaching aber weiter offen. Zumal es am 33. Spieltag zum direkten Duell am Würzburger Dallenberg kommt. Ob die Hachinger allerdings das Tor zur 3. Liga betreten ist offen, selbst wenn die sportliche Qualifikation gelingen sollte. Finanzielle Einbußen zu Lasten des Nachwuchsleistungszentrum will Präsident Schwabl nicht hinnehmen. Eine Entscheidung steht aus und muss spätestens vor den Aufstiegsspielen gegen den Meister aus der Regionalliga Nordost getroffen werden.
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9





