Das kleinste DFB-Pokal-Stadion der 1. Runde

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In knapp zwei Monaten startet der DFB-Pokal in die neue Saison. Kein Wettbewerb in Deutschland ist kontrastreicher als der Pokalwettbewerb. Dorfvereine treffen auf Weltvereine, gespielt wird vom Sportplatz bis hin zur WM-Arena. Während die größten Stadien der ersten Runde über eine Kapazität von mehr als 50.000 Plätze verfügen, spielt der Landespokalsieger aus Brandenburg in der kleinsten Spielstätte der diesjährigen Saison.

DFB-Pokal-Premiere für den VfB Krischow: Sportpark statt Stadion in Cottbus

Der 1. FSV Mainz 05 hat in der vergangenen Saison in der UEFA Conference League schon ganz spezielle Spielorte erkunden dürfen. Nun kommt es für den Bundesligisten aus Rheinland-Pfalz zu einem weiteren ganz speziellen Spielort. Die Mainzer gastieren in der 1. DFB-Pokal beim VfB Krieschow, dem Landespokalsieger aus Brandenburg. Für die Blau-Weißen wurden verschiedene Spielorte geprüft, unter anderem das Stadion in Cottbus. Nun ist es aber doch der heimische Sportpark Krieschow geworden. Die Kapazität des Sportparks liegt bei rund 2.500 Plätzen.

Mainz 05 erhält 600 Gästekarten

Für das größte Spiel der Vereinsgeschichte wird der Klub allerdings zusätzliche Tribünen aufbauen. Dadurch wird die Kapazität auf 3.500 Plätze erhöht. Auf Nachfrage teilte der Verein uns mit, dass dem 1. FSV Mainz 05 zunächst ein Kontingent von 600 Karten bereitgestellt wird. Sollte die Nachfrage das Angebot übersteigen, gibt es die Option, das Kontingent zu erhöhen. Im Raum steht eine Erweiterung auf 800 Gästekarten. Angesetzt ist die Partie auf Sonntag (23.08.) um 15:30 Uhr.

Spielort von Phönix Lübeck noch offen

Der Krieschower Sportpark wird damit zur voraussichtlich kleinsten Spielstätte der 1. DFB-Pokal-Runde werden. Derzeit stehen 31 der 32 Spielorte fest. Offen ist einzig der Austragungsort der Partie zwischen dem 1. FC Phönix Lübeck und dem SC Paderborn. Der Pokalsieger aus Schleswig-Holstein prüft derzeit noch mehrere Optionen. Laut den Lübecker Nachrichten gehört dazu auch die Lohmühle, das Stadion des Stadtrivalen VfB Lübeck. In der Regionalliga trägt Phönix seine Heimspiele im Stadion Buniamshof aus. Dort finden bis zu 2.500 Zuschauer Platz. Im DFB-Pokal würde der Klub aus der Marzipanstadt aber gerne vor einer größeren Kulisse spielen.

WM- und EM-Arenen: HEBC und Fortuna Düsseldorf mit den größten Stadien

Die größten Spielstätten stehen in der 1. Runde in Hamburg und Düsseldorf. In der Hansestadt wird der HEBC am 1. September Borussia Dortmund im Volksparkstadion empfangen. Mit 57.000 Plätzen ist es das größte Stadion in der ersten Runde. Die Marke von 50.000 Plätzen wird auch in Düsseldorf erreicht. Der Absteiger aus der 2. Bundesliga empfängt den SC Freiburg in der EM-Arena von 2024. Dort stehen 51.500 Plätze zur Verfügung.

DFB-Pokal-Spielorte

Zu den größten Spielstätten gehören außerdem das Weserstadion in Bremen, die MEWA-Arena in Mainz und die Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg. Der SV Hemelingen wird Hannover 96 in der Spielstätte von Werder Bremen empfangen. Der TSV Schott Mainz weicht in die Arena von Mainz 05 aus, der MSV Duisburg empfängt Bundesliga-Aufsteiger Elversberg im eigenen Stadion.

Kleine Kulissen auch in Berlin, Verl und Bahlingen

Am unteren Ende der Kapazitätsskala reihen sich außerdem das Stadion auf dem Wurfplatz in Berlin, die Sportclub-Arena in Verl und das Kaiserstuhlstadion in Bahlingen ein. In Berlin empfängt Pokalsieger VSG Altglienicke – die in der Regionalliga für ihre Heimspiele nach Brandenburg umziehen – den Bundesliga-Absteiger aus Wolfsburg. Das Stadion auf dem Wurfplatz ist zugleich das Amateurstadion von Hertha BSC, dort stehen 5.400 Plätze zur Verfügung.

Kaiserstuhlstadion Bahlingen
Foto: Instagram @faultier381

 

In Verl gibt sich der HSV die Ehre. Wenn der Europapokalsieger von 1983 erstmals in der Verler Arena aufläuft, können 5.207 Zuschauer mit dabei sein. Die zweite Spielstätte mit weniger als 5.000 Plätzen steht in Bahlingen. Das Kaiserstuhlstadion verfügt über eine Kapazität von 4.000 Plätzen. Der Südbadische Pokalsieger empfängt mit dem 1. FC Magdeburg ebenfalls einen Europapokalsieger.

Mindestens acht Klubs ziehen für ihr DFB-Pokal-Spiel um

Neben dem HEBC, SV Hemelingen, Schott Mainz und der VSG Altglienicke ziehen auch der Lüneburger SK Hansa, SSV Jeddeloh II, SC St. Tönis und Westfalia Rhynern um (Phönix Lübeck noch offen). Die Lüneburger sorgen für ein weiteres DFB-Pokalspiel in Hamburg. Am Millerntor gastiert der SV Werder Bremen. Der SSV Jeddeloh II empfängt im Oldenburger Marschwegstadion den 1. FC Heidenheim, der SC St. Tönis zieht für das Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt in das Krefelder Grotenburgstadion um. Zu einer Doppelbelegung kommt es in Münster. Neben der Partie zwischen dem SC Preußen Münster und dem Karlsruher SC findet auch die Partie zwischen Westfalia Rhynern und Dynamo Dresden im Preußenstadion statt.

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9