Spielort-Kuriosum in der Regionalliga Nordost

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In fünf Wochen startet die Regionalliga Nordost in die neue Saison. Während die Fans aktuell ihren Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft richten, laufen bei den Regionalligisten die Planungen für die neue Spielzeit auf Hochtouren. Drei Mannschaften sind gegenüber dem Vorjahr neu mit dabei. Unter anderem der RSV Eintracht – der zusammen mit der VSG Altglienicke für ein Spielort-Kuriosum in der Regionalliga Nordost sorgt.

Der Süden und Berlin bilden die Kernzonen der Regionalliga Nordost

Die Regionalliga Nordost ist zur neuen Saison um einen weiteren großen Traditionsverein reicher. Der FC Erzgebirge Aue spielt im kommenden Jahr erstmals nur noch viertklassig. Auch der 1. FC Lokomotive Leipzig hat den Aufstieg erneut verpasst und bleibt der Nordost-Staffel erhalten. Aue, Erfurt, Leipzig, Jena, Chemnitz, Zwickau, Halle – der Süden der Regionalliga Nordost bildet eine der beiden Kernzonen der neuen Saison. Die zweite Kernzone bildet Berlin-Brandenburg. Fünf Klubs kommen direkt aus der Bundeshauptstadt, drei spielen vor den Toren Berlins. Neu mit dabei ist der inoffizielle Nachfolger des ehemaligen Bundesligisten Tasmania Berlin und der RSV Eintracht 1949.

RSV Eintracht: Von Brandenburg nach Berlin

Der Klub aus Stahnsdorf wurde souverän Meister der NOFV-Oberliga Süd und feierte damit den Aufstieg in die Regionalliga. Dort wird der Klub seine Heimspiele allerdings nicht mehr auf der heimischen Sportanlage austragen. Die Spielstätte ist nicht für die Regionalliga zugelassen. Stattdessen weicht der Klub für die Heimspiele nach Berlin aus. Im Stadtteil Lankwitz wird der RSV im Preußenstadion auflaufen. Dort ist bereits Regionalligist BFC Preußen heimisch. Beide Mannschaften teilen sich die Spielstätte für die kommende Saison. Via Luftlinie trennen das Berliner Preußenstadion und das Sportgelände in Stahnsdorf nur zwölf Kilometer. Dennoch ist man mit dem Auto eine knappe halbe Stunde unterwegs, um zur Ausweichspielstätte zu gelangen.

Spree Arena Fürstenwalde
Die Spree-Arena in Fürstenwalde. Foto: Instagram @bastivfl93

 

VSG Altglienicke: Von Berlin nach Brandenburg

Während der RSV Eintracht von Brandenburg über die Stadtgrenze hinweg nach Berlin umzieht, geht die VSG Altglienicke auch in der kommenden Saison den umgekehrten Weg. Der Klub aus dem gleichnamigen Berliner Ortsteil spielt seit der vergangenen Saison im brandenburgischen Fürstenwalde. Für die Blau-Weißen bedeutet dies einen noch deutlich weiteren Weg zur Ausweichspielstätte. Über 50 Autokilometer trennen die Spielstätten in Altglienicke und die Spree-Arena in Fürstenwalde.

Ausweichspielstätten von RSV Eintracht und VSG Altglienicke

Zurück in der Regionalliga Nordost, zurück im eigenen Stadion: Tasmania Berlin spielt in Neukölln

Im eigenen Stadion spielen darf hingegen Aufsteiger Tasmania Berlin. Der Meister der NOFV-Oberliga Nord musste in seiner letzten Regionalliga-Saison (2021/22) in das Stadion Lichterfelde ausweichen. Nun steht der Austragung von Regionalliga-Spielen im heimischen Werner-Seelenbinder-Sportpark nichts mehr im Wege. Die Umbaumaßnahmen für die Regionalliga wurden größtenteils bereits abgeschlossen. Wäre dem Klub eine Austragung der Heimspiele im eigenen Stadion untersagt worden, hätte man auf den Aufstieg verzichtet.

Ebenfalls im heimischen Stadion läuft der dritte Neuling der Regionalliga Nordost auf. Der FC Erzgebirge Aue spielt selbstverständlich auch nach dem Abstieg aus der 3. Liga weiter im Erzgebirgsstadion. Nicht unwahrscheinlich, dass der Zuschauerschnitt der Lila-Weißen gegenüber der 3. Liga noch steigen wird. Aufgrund der vielen traditionsreichen Ost-Duelle war dies in den vergangenen Jahren unter anderem beim FSV Zwickau und dem FC Carl Zeiss Jena der Fall. Die Thüringer waren in der abgelaufenen Spielzeit der zuschauerstärkste Verein der Liga.

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9