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Zuschauerrückblick 19/20: FC Bayern München

Unser Saisonrückblick geht los! Ab heute schauen wir täglich auf die Heim- und Auswärtsspiele der Bundesligisten und fokussieren uns dabei neben dem sportlichen Abschneiden auch auf die Zuschauer- und Auswärtsfahrerzahlen und dessen Entwicklung.

Sportlich: Die Bayern sind wieder die Besten

Der FC Bayern darf sich wieder heimstärkster Verein der Bundesliga nennen – nachdem im Vorjahr noch Borussia Dortmund die beste Heimmannschaft der Liga war. Allerdings verloren die Münchner erstmals seit der Saison 2014/15 wieder zwei Heimspiele. Mit 53 Toren und nur 15 Gegentore stellen die Rot-Weißen die beste Offensive sowie Defensive der Liga. Zudem setzte man sich im DFB-Pokal gegen Hoffenheim und Frankfurt durch.

Zuschauer: Konstant in der Liga, kleine Delle im Pokal

Wie üblich waren auch in dieser Saison alle Liga-Heimspiele der Münchner – bei denen Zuschauer zugelassen waren – ausverkauft. Lediglich im DFB-Pokalspiel gegen Hoffenheim waren nicht alle Plätze der 75.000 Zuschauern fassenden Allianz Arena besetzt – 3.500 Stühle blieben frei. Dies war der niedrigste nationale Wert seit Dezember 2015. Damals zog es zum Pokalheimspiel gegen Darmstadt „nur“ 70.000 Fans in die Arena.

Stimmung: Große Choreo zum Geburtstag

Stimmungstechnisch bewegten sich die Bayern auf dem Niveau der Vorjahre. Auf dem Höhepunkt war die Stimmung beim Heimsieg gegen Borussia Dortmund. Sehenswert wurde es beim Spiel gegen den FC Augsburg. Zum 120-jährigen Vereinsbestehen gab es eine Choreo über die ganze Arena. Beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln feierte die Südkurve sich selbst. Mit den Spruchbändern „Wir sind die Fans von Bayern München – Unsere Kurve ist die Süd“ und der Blockfahne mit der Zahl 72 – die das Geburtsjahr der Münchner Südkurve (1972, mit Einzug ins Olympiastadion) symbolisiert.

Gästefäns: Aufsteiger und Revierklubs sorgen für vollen Gästeblock

Bei 4 von 14 Heimspielen mit Zuschauern war der Gästeblock ausverkauft. Die Aufsteiger Köln und Union Berlin sowie die Revierklubs Schalke und Dortmund verkauften das komplette Gästekontingent von 7.500 Karten. Die wenigsten Gästefans waren beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg in der bayerischen Landeshauptstadt – nur 1.500 Fans aus Niedersachsen reisten an. Durchschnittlich waren 4.992 Gästefans im Stadion – nur nach Dortmund zog es mehr Auswärtsfahrer.

Sportlich in der Fremde: Auch Auswärts Nummer 1

Auswärts wie daheim! Mit Blick auf die Ergebnisse in der Fremde fällt auf, dass die Münchner die exakt selbe Punktausbeute wie bei den Heimspielen haben. Neben 13 Siegen gab es je zwei Unentschieden und Niederlagen. Starke 41 Punkte bedeuten auch Platz 1 in der Auswärtstabelle. Mit 47 Toren stellen die Münchner zwar die beste Auswärtsoffensive der Liga, folgen mit 17 Gegentoren aber hinter Leipzig und Hoffenheim.

Zuschauer in der Fremde: Immer volles Haus bei Gastspielen

Auch alle Gastspiele der Bayern waren ausverkauft. Vor über durchschnittlich 43.000 Zuschauern spielten die Bayern in der Fremde (Ligaspiele), bei nur drei Klubs kamen bis zum Zuschauerausschluss durch die Corona-Krise durchschnittlich mehr Zuschauer bei Auswärtsspielen. In Berlin spielten die Bayern vor dem größten Publikum, da das Gastspiel in Dortmund ohne Zuschauer stattfand.

Auswärtsfahrer: Bayern-Fans fluten das Olympiastadion

Bei den Auswärtsfahrern stehen die Münchner auf dem 2. Platz. 5.509 Fans reisen durchschnittlich zu den Auswärtsauftritten der Rot-Weißen. Saison-Höhepunkt war ebenfalls das Spiel im Olympiastadion – über 10.000 Rote waren mit dabei. Oft ging es in dieser Spielzeit nach NRW. Neben den sieben Ligaspielen kamen zusätzlich die Pokalspiele in Bochum und Gelsenkirchen hinzu. Mit Ausnahme vom Paderborn-Spiel, wo aufgrund der niedrigen Kapazität die wenigsten Bayern-Fans im Stadion waren, begleiteten die Bayern immer mindestens 5.000 Schlachtenbummler in Deutschlands einwohnerreichstes Bundesland.

Hopp-Plakate sorgen für Schlagzeilen

Negativer Höhepunkt war das letzte Auswärtsspiel mit Zuschauern. Beim 6:0-Erfolg in Hoffenheim kam es zu den allseits bekannten Spruchbändern und Plakaten gegen Dietmar Hopp. Eine Welle der Empörung floss durch die Medien, eine Welle an Solidarität durch die Ultragruppen des Landes. Die Bayern lösten mit der Aktion den größten flächenmäßigen Protest der Saison aus.

Bewertung der Stimmung


Autor: Christian
Quelle: Die falsche 9

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