Nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 München ist weiter offen, wer den letzten Startplatz in der 3. Liga 2026/27 einnimmt. Sportlich qualifiziert ist nun der TSV Havelse. Ob die Niedersachsen die Drittliga-Lizenz erhalten, entscheidet sich in dieser Woche.
Havelse-Entscheidung über Drittliga-Verbleib am Donnerstag
Das Löwen-Beben hat für viel Wirbel und hitzige Diskussionen in der 3. Liga gesorgt. Nachdem die Münchner die Lizenzbedingungen für die kommende Saison nicht erfüllen konnten, rutschten die Weiß-Blauen in der Abschlusstabelle der 3. Liga formal auf den 20. Tabellenplatz. Das führte nun dazu, dass der TSV Havelse plötzlich über dem Strich steht. Sofern der Klub aus Garbsen die Lizenzbedingungen erfüllt, spielen die Rot-Weißen auch in der kommenden Saison drittklassig. Die Vorzeichen, dass der Klub vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) grünes Licht erhält, stehen gut. Die finale Entscheidung ist am Donnerstag (11. Juni) zu erwarten.
Sollte der TSV Havelse nicht die Lizenz für die kommende Drittliga-Spielzeit erhalten, würde wiederum der FC Erzgebirge Aue profitieren. Die Sachsen haben in der abgelaufenen Saison einen Punkt weniger geholt als der TSV Havelse. Im Nachhinein verpasste man damit nur hauchzart den Klassenerhalt. Eine Variante, in der der in den Aufstiegsspielen unterlegene 1. FC Lokomotive Leipzig noch an ein Drittliga-Ticket für die kommende Saison kommt, gibt es nicht. Im Fallbeispiel, dass Havelse, Aue, Ulm und Schweinfurt allesamt keine Lizenz erhielten, würde die 3. Liga 2026/27 mit 19 Teams an den Start gehen und die Zahl der Absteiger in der kommenden Saison reduziert werden.
Drittliga-Klassenerhalt von Havelse würde St. Pauli II in der Regionalliga halten
Ein Drittliga-Klassenerhalt des TSV Havelse hätte auch Folgen für die Regionalliga Nord. Dort würde der Abstieg des FC St. Pauli II revidiert werden. Die Nachwuchs-Kiezkicker würden vom freigewordenen Platz profitieren und weiter viertklassig spielen dürfen. Dies hätte zudem Auswirkungen auf alle weiteren Ligen in Hamburg, deren Zusammensetzung sich ebenfalls noch ändern würde. Besonders bitter könnte das Szenario für Blau-Weiß Lohne und Altona 93 werden. Beide hätten mit drei Punkten mehr den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord schaffen können. Zwei Punkte trennen die Mannschaften auf Platz 17 und 18 von den Braun-Weißen.

Letzter Regionalliga-Startplatz wird in Pirmasens ausgespielt – oder ausgelost?
Der letzte sportlich zu vergebene Regionalliga-Startplatz wird am Mittwochabend im pfälzischen Pirmasens ausgespielt. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Südwest haben noch drei Mannschaften die Möglichkeit aufzusteigen. Die beste Ausgangslage hat der Deutsche Meister von 1949, der VfR Mannheim. Es könnte allerdings zu einem Novum kommen. Auch ein Losverfahren ist vor dem letzten Spiel nicht ausgeschlossen.
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9






