Lok Leipzig steht nach der Niederlage im Hinspiel der Aufstiegsspiele zur 3. Liga mit dem Rücken zur Wand. In Würzburg benötigen die Sachsen unbedingt einen Sieg, um die Negativserie in den Aufstiegsspielen zu beenden. Dabei verlassen kann sich der Meister der Regionalliga Nordost einmal mehr auf seine Fans, die einen Ansturm auf die Tickets für das Rückspiel hingelegt haben.
Aufstiegsspiele: Lok Leipzig will im dritten Anlauf in die 3. Liga
Zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren steht der 1. FC Lokomotive Leipzig in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga. Diese hätten für die Sachsen bislang bitterer nicht verlaufen können. Während man im Jahr 2020 nach zwei Unentschieden gegen den SC Verl an der damals noch geltenden Auswärtstorregel scheiterte, gab es im vergangenen Jahr ebenfalls zwei Unentschieden gegen den TSV Havelse. In der Verlängerung des Rückspiels konnte sich dann der Klub aus Niedersachsen durchsetzen. Nun ist man erstmals mit einer Niederlage aus dem Hinspiel gegangen. Das Aufeinandertreffen am Donnerstag konnten die Würzburger Kickers, die davon profitierten, dass der 1. FC Nürnberg auf den Lizenzantrag zur 3. Liga 2026/27 verzichtet hat, für sich entscheiden.
Über 10.000 Zuschauer sehen Hinspielniederlage
Insgesamt 10.787 Zuschauer kamen zum Hinspiel im Leipziger Stadtteil Probstheida und sorgten damit für die drittgrößte Kulisse der Blau-Gelben in dieser Saison. Bereits beim DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Schalke 04 (11.900 Zuschauer) und den Regionalliga-Heimspielen gegen Chemie Leipzig (11.121) und Carl Zeis Jena (10.181) wurde die Marke von 10.000 Zuschauern geknackt. Während der Heimbereich ausverkauft war, wurden für den Gästebereich nicht ganz alle Karten abgesetzt. Exakt 786 Fans der Würzburger Kickers begleiteten die Unterfranken auf einen Donnerstagabend nach Sachsen. Für die Rot-Weißen war dies die größte Gästekulisse der Saison. Bei den Spielen in der Regionalliga Bayern waren im Schnitt knapp 200 Auswärtsfahrer bei den Würzburger Auswärtsspielen mit dabei.

Ausverkaufter Gästebereich im Rückspiel
Während beim Hinspiel am Donnerstag kein Platz im Heimbereich freigeblieben war, gilt gleiches auch für den Gästebereich beim Rückspiel am Montag. Innerhalb von wenigen Sekunden war das Gästekontingent von 1.800 Karten für die Partie am Würzburger Dallenberg verkauft. Dieses ging erst mit einiger Verzögerung in Leipzig in den Verkauf.
Verzögerungen beim Ticketverkauf
Zunächst deckten sich bereits zahlreiche Lok-Fans über den Verkauf für den Heimbereich bei den Würzburger Kickers mit Karten ein. Als dies in Würzburg bemerkt wurde, forderten die Kickers die Leipziger Fans auf, die Tickets in einen Pufferblock umzubuchen. Erst anschließend würden die Unterfranken das Gästekontingent für den 1. FC Lokomotive Leipzig freigeben. Dieses sollte dann am vergangenen Dienstag in den Verkauf gehen. Der Verkaufsstart ließ allerdings die Server bei den Sachsen zusammenbrechen, was für eine weitere Verschiebung sorgte. Am Mittwoch gingen die Karten dann in den Verkauf und waren innerhalb von Sekunden vollständig vergriffen. Damit werden weit über 2.000 Lok-Fans die Reise an den Main antreten. Auch der Heimbereich ist seit Freitag ausverkauft. Rund 10.000 Zuschauer werden damit auch beim Rückspiel am Dallenberg mit dabei sein.
Lok Leipzig in den Top 50 nach Auswärtsfahrern in Deutschland
| Auswärtsfahrertabelle 2025/26 | ||||
|---|---|---|---|---|
| 45. | SV Elversberg | ⌀ 1.110 | ||
| 46. | Lok Leipzig | ⌀ 977 | ||
| 47. | FC Carl Zeiss Jena | ⌀ 947 | ||
| 48. | Kickers Offenbach | ⌀ 854 | ||
| 49. | SpVgg Fürth | ⌀ 808 | ||
| 50. | Hallescher FC | ⌀ 732 | ||
In der Regionalliga Nordost gehörte Lok Leipzig zu den Klubs mit den meisten Auswärtsfahrern der Liga. Durchschnittlich reisten knapp 1.000 Fans mit zu den Partien in der Fremde. Als zweitbester Regionalligist überhaupt steht man damit auf Platz 46 im deutschlandweiten Vergleich. Die Sachsen sind fast gleichauf mit Erstliga-Aufsteiger Elversberg und lassen jede Menge Klubs aus der 3. Liga hinter sich. Die komplette Tabelle findet ihr hier:
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9





