Die Europapokal-Teilnehmer 2026/27 nach Herkunftsländern

237 Vereine aus 54 Nationen nehmen an den Europapokal-Wettbewerben 2026/27 teil. Die meisten Teilnehmer stellt England, das mit neun Startern ins Rennen geht. Deutschland stellt sieben Vertreter für die internationalen Wettbewerbe. Wir stellen alle Teams vor.

237 Starter in drei Wettbewerben

42 Startplätze für die Ligaphase sind bereits vergeben. In der Champions League haben sich 29 Vereine ein Ticket gesichert. Eine Liga darunter in der Europa League stehen 13 Teilnehmer fest. Der Großteil der 237 Starter muss sich demnach zunächst in einer der Qualifikationsrunden beweisen. Insgesamt sind noch 66 Plätze für die Ligaphase zu vergeben. In der Conference League gibt es ohnehin keine direkten Startplätze. Auch die Vertreter der Top-Nationen – für Deutschland ist der SC Freiburg am Start – müssen eine Qualifikationsrunde überstehen. Bereits Mitte Juni starten die ersten Teams in die Qualifikation.

EUROPAPOKAL-TEILNEHMER 2026/27
England9
Spanien8
Italien7
Deutschland7
Frankreich7
Niederlande6
Portugal5
Belgien5
Tschechien5
Türkei5
Norwegen5
Griechenland5
Österreich5
Schottland5
Polen5
Dänemark4
Schweiz4
Israel4
Zypern4
Schweden4
Kroatien4
Serbien4
Ukraine4
Ungarn4
Rumänien4
Slowakei4
Slowenien4
Bulgarien4
Aserbaidschan4
Irland4
Moldau4
Island4
Bosnien und Herzegowina4
Armenien4
Lettland4
Kosovo4
Finnland4
Kasachstan4
Färöer4
Malta4
Nordirland4
Litauen4
Estland4
Albanien4
Montenegro4
Luxemburg4
Wales4
Georgien4
Nordmazedonien3
Belarus3
Andorra3
Gibraltar3
San Marino3
Liechtenstein1

England stellt die meisten Teilnehmer, Liechtenstein die wenigsten

Mit neun Teilnehmern ist England der Spitzenreiter unter den 54 UEFA-Nationen, die teilnahmeberechtigt sind (Russland ist weiterhin ausgeschlossen). Fünf Vereine von der Insel starten in der Champions League, drei in der Europa League und einer in der Conference League. Dabei profitiert die Premier League vom Conference League Sieg von Crystal Palace, die sich dadurch ein persönliches Startrecht für die Europa League erspielt haben, sowie vom fünften Zusatzplatz für die Champions League. Den zweiten zusätzlichen Startplatz für die Königsklasse hat sich Spanien erspielt. Die Iberer gehen dadurch mit acht Teilnehmern in die Saison. Deutschland wird in der kommenden Saison von sieben Teams international vertreten. Der FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und VfB Stuttgart in der Champions League, TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen in der Europa League sowie der SC Freiburg in der Conference League.

 

Legende: LP = Ligaphase, Q1 = 1. Qualifikationsrunde, Q2 = 2. Qualifikationsrunde, Q3 = 3. Qualifikationsrunde, PO = Playoffs

Die Anzahl der Teilnehmer richtet sich nach dem Abschneiden der Nationen in der UEFA-Fünfjahreswertung. Aus den fünf schwächsten Nationen der Wertung – Nordmazedonien, Belarus, Andorra, Gibraltar und San Marino – dürfen insgesamt nur drei Teams teilnehmen und damit weniger, als die Top-Nationen allein in der Champions League stellen. Während der Meister in der 1. Runde der Champions League Qualifikation startet, geht es für zwei weitere Teams in der 1. Runde der Conference League Qualifikation weiter. Einen Sonderfall stellt Liechtenstein dar. Da das Fürstentum keinen eigenen Ligabetrieb hat, sondern ins Schweizer Ligensystem integriert ist, darf nur der Liechtensteiner Pokalsieger am Europapokal teilnehmen. Immerhin steigt dieser erst in der 2. Runde der Conference League Qualifikation ein.

Stadion Vaduz
Das Stadion von Europapokal-Teilnehmer Vaduz. Foto: Los Misenas

 

Wer übersteht die Hürde der Qualifikation?

Für die kleineren Nationen ist die Qualifikation für einen der Wettbewerbe eine echte Mammutaufgabe. Bis zu vier Runden und damit acht zusätzliche Spiele vor Saisonbeginn werden bis zu einer erfolgreichen Qualifikation fällig. Seit der Einführung der Conference League als drittem europäischen Klub-Wettbewerb zur Saison 2021/22 ist die Durchlässigkeit in den Qualifikationsrunden gestiegen. Zuletzt konnten sich zum Beispiel die Lincoln Red Imps aus Gibraltar oder der FC Drita aus dem Kosovo für die Conference League Ligaphase qualifizieren. Auch in diesem Jahr dürfte es wieder den einen oder anderen Debütanten geben. Als einzige Nationen warten Montenegro, Andorra und San Marino noch auf einen Teilnehmer an einer Gruppenphase oder Ligaphase in einem der drei Wettbewerbe.

Autor: Moritz Schneider
Quelle: Die falsche 9