Zuschauer-Tiefstwerte für HSV, Hannover und Rostock

Im Norden der 2. Bundesliga setzte es am vergangenen Wochenende neue Zuschauer-Tiefstwerte. Der Hamburger SV, Hannover 96 und Hansa Rostock spielten vor ihrer kleinsten Saisonkulisse.

HSV wieder unter Rekordschnitt

In der Hinrunde der 2. Bundesliga bewegte sich der Zuschauerschnitt des Hamburger SV auf Rekordkurs. Durchschnittlich 55.987 Zuschauer zog es zu den Heimspielen der Mannschaft von Tim Walter – so viele wie noch nie in der langen Vereinsgeschichte des Hamburger SV. Im ersten Heimspiel des Jahres kamen 51.776 Zuschauer zur 3:4-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC. Es war die kleinste Saisonkulisse der Hamburger in dieser Saison. Letztmals strömten im November 2022 – beim 3:1 gegen den SSV Jahn Regensburg – weniger Zuschauer zu einem HSV-Heimspiel. Der Zuschauerschnitt fällt damit auf 55.511 Zuschauer pro Spiel – was immer noch der zweithöchste in der Hamburger Vereinsgeschichte ist. Deutschlandweit haben nur Eintracht Frankfurt, Schalke 04, Bayern München und Borussia Dortmund einen höheren Zuschauerschnitt.

Düsseldorf und Nürnberg ziehen an Hannover vorbei

Das Traditionsduell zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg fand am vergangenen Freitag vor halbleerer Arena statt. Nur 25.100 Zuschauer sahen die Partie zwischen dem Tabellensechsten und dem Tabellenneunten der 2. Bundesliga. Zum dritten Mal waren in dieser Saison weniger als 30.000 Zuschauer bei einem Heimspiel der Mannschaft von Stefan Leitl. Am 1. Spieltag kamen 29.200 Zuschauer zur Partie gegen Aufsteiger Elversberg, Mitte Dezember waren 26.200 Zuschauer beim Gastspiel des Karlsruher SC im Niedersachsenstadion. Noch leerer war das Bild am Freitagabend, da viele Fans des 1. FC Nürnberg kurzfristig boykottierten. Eine bereits genehmigte Choreografie wurde den Franken plötzlich untersagt – die Aktive Fanszene reiste ab, viele Fans solidarisierten sich. Rund 1.300 Tickets waren für den Gästebereich verkauft.

In der deutschlandweiten Zuschauertabelle fallen die Niedersachsen hinter die Zweitliga-Konkurrenten Düsseldorf und Nürnberg zurück. Die Fortuna begrüßte bei ihrem zweiten Freispiel wieder 52.000 Zuschauer in der Düsseldorfer Arena. Der Schnitt der Rheinländer überschreitet damit die Marke von 38.000 Zuschauern. Der 1. FC Nürnberg rangiert weiterhin bei über 36.000 Zuschauern pro Spiel. Hannover 96 fällt, durch den Tiefstwert, unter diese Marke. Die komplette Tabelle findet ihr hier.

Rostock feiert ersten Heimsieg seit September

Den ersten Rostocker Heimsieg seit Ende September sahen 24.000 Zuschauer im Ostseestadion. Dies ist zwar die niedrigste Zuschauerzahl der Saison, doch dies ging vor allem auf die wenigsten Gästefans zurück. Nur 50 Fans aus Elversberg traten die über 800 Kilometer weite Reise an die Ostsee an – kein Verein wurde bislang von weniger Fans nach Rostock begleitet. Der Heimbereich war zu 97 Prozent ausgelastet. Zum erst zweiten Mal in dieser Spielzeit war der Heimbereich bei den Hanseaten nicht ausverkauft.

Dies hat zur Folge, dass der VfL Bochum – in der deutschlandweiten Zuschauertabelle – am FC Hansa Rostock vorbeizieht. Die Hanseaten fallen damit auf Platz 25 zurück. In der deutschlandweiten Auswärtsfahrertabelle hat der Elversberger Tiefstwert ebenfalls ein Abfallen in der Tabelle zu Folge. Die Saarländer sind nicht mehr in den Top 50 Deutschlands vertreten. 

Vier weitere Zweitligisten fallen zurück

Neben der SV Elversberg rutschen, in der deutschlandweiten Auswärtsfahrertabelle, vier weitere Klubs ab. Der FCK ist vorerst nicht mehr in den Top 10 vertreten – trotz 100-prozentiger Gästekontingentsauslastung. Außerdem rutschen Braunschweig, Hannover und Nürnberg ab – befinden sich aber weiter in den Top 25. Beide Tabellen findet ihr hier:

Autor: Christian Link

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