Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Rund 50.000 Gästefans waren in dieser Saison im Berliner Olympiastadion zu Gast – bislang. In den nächsten gut zwei Wochen gastieren der 1. FC Kaiserlautern, der Hamburger SV und der 1. FC Magdeburg in Berlin und werden diese Zahl fast verdoppeln. Hertha BSC bereitet sich auf drei große Flutlichtabende vor.

Rund 200.000 Zuschauer binnen 17 Tagen

Den Anfang macht das Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Kaiserslautern. Insgesamt 74.245 Zuschauer werden am Mittwochabend im Olympiastadion dabei sein. Zum ersten Mal in dieser Saison ist die Heimspielstätte der Alten Dame – bei einem Heimspiel der Hertha – ausverkauft. Drei Tage später gastiert der Hamburger SV zum Zweitligatopspiel in der Bundeshauptstadt, Mitte Februar kommt der 1. FC Magdeburg zum Freitagabendspiel nach Berlin. Für die beiden Zweitligaspiele gibt es noch Karten. Insgesamt werden rund 200.000 Zuschauer die nächsten drei Hertha-Heimspiele verfolgen. Knapp 500.000 Zuschauer zog es bis dato zu den Heimspielen der Mannschaft von Pál Dárdai.

Alle Gästetickets ausverkauft

Besonders groß ist der Andrang auf Seiten der Gästeklubs. Dem Hamburger SV und dem 1. FC Magdeburg standen jeweils 11.600 Karten zur Verfügung. Beide Klubs haben ihre Kontingente binnen kürzester Zeit komplett verkauft. Für den 1. FC Magdeburg wird es der größte Gästeanhang seit der Deutschen Einheit. Seither waren noch nie über 11.000 Fans bei einem Auswärtsspiel der Blau-Weißen. In den vergangenen Jahren reisten rund 10.000 Fans zu den Auswärtsspielen in Hannover und Hamburg – der bisherige Rekordwert.

Screenshot: Block U

 

Seit Montag läuft in Berlin der freie Verkauf für die Freitagabendpartie am 16. Februar. „Block U“ hat die Fans des FCM dazu aufgerufen, sich Tickets in den Blöcken F und L zu sichern. Für die Aktive Fanszene gibt es „keine Ausreden“ und „keine Entschuldigungen“, nicht die Reise in das Olympiastadion anzutreten. Es wird das größte Auswärtsspiel in der jüngeren Magdeburger Vereinsgeschichte – mit mindestens 15.000 Clubfans.

HSV zum zweiten Mal in Berlin zu Gast

Der Hamburger SV gastiert bereits zum zweiten Mal in dieser Saison bei der Hertha. Im Dezember bestritt die Mannschaft von Tim Walter das DFB-Pokal-Achtelfinale bei der Alten Dame. Rund 15.000 HSV-Fans sahen einen Sieg der Berliner im Elfmeterschießen. Am Samstagabend treten die HSV-Fans die nächste Reise in die Bundeshauptstadt an. Wieder werden die Hanseaten von rund 15.000 Fans begleitet. Deutschlandweit werden nur der FC Schalke 04 und der FC Bayern München von mehr Fans in die Fremde unterstützt. Durchschnittlich sind rund 5.500 HSV-Fans bei den Auswärtsspielen im Stadion.

Bestwert auch für die Roten Teufel

Etwas kleiner fiel das Gästekontingent für den 1. FC Kaiserslautern aus, da es in Berlin eine erhöhte Kartennachfrage für das Viertelfinalspiel gab. Dennoch stand den Roten Teufel ein erweitertes Gästekontingent zur Verfügung – insgesamt 8.641 Tickets gingen nach Rheinland-Pfalz. Dies setzten die Roten Teufel komplett ab. Darüber hinaus ist auch in den angrenzenden Bereichen mit einigen FCK-Fans zu rechnen, da der Vorverkauf in Berlin deutlich früher startete als der Verkauf in Kaiserslautern und die Nachfrage größer als das Angebot ist. Der viermalige Deutsche Meister rechnet mit rund 10.000 FCK-Fans am Mittwochabend. Für den FCK ist es der größte Gästeanhang in dieser Saison – beim Auswärtsspiel mit der bisher weitesten Anreise.

Gästefans im Berliner Olympiastadion 2023/24

BegegnungGästefans
Hertha - St. Pauli15.000
Hertha - Hamburg15.000
Hertha - Braunschweig5.300
Hertha - Düsseldorf5.000
Hertha - Karlsruhe5.000
Hertha - Osnabrück4.800
Hertha - Mainz1.200
Hertha - Paderborn1.000
Hertha - Fürth940
Hertha - Elversberg650
Hertha - Wiesbaden300

Bislang waren in dieser Saison rund 54.000 Gästefans im Berliner Olympiastadion zu Gast.

Hertha auf Platz 10 der Zuschauertabelle

In dieser Saison sind – bei den Zweitligaheimspielen der Hertha – durchschnittlich 44.371 Zuschauer im Stadion. Die Berliner belegen, mit dem dritthöchsten Zuschauerschnitt der 2. Bundesliga, den 10. Platz im Deutschlandvergleich. Mit den kommenden Spielen werden die Berliner RB Leipzig hinter sich lassen und auf Rang 9 vorrücken.

Autor: Christian Link

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