Nach dem Abstieg aus der Regionalliga West haben die Fans des Wuppertaler SV bei ihrem Auftaktspiel in der Oberliga Niederrhein für Furore gesorgt. Der Fünftligist bot eine größere Gästekulisse als bei fast allen Spielen in der 3. Liga und Regionalliga am vergangenen Wochenende. Nur bei zwei Dritt- und drei Viertliga-Partien waren mehr Auswärtsfahrer.
Fünftligist Wuppertal sorgt für große Kulisse im ersten Spiel nach Regionalliga-Abstieg
Das Absteiger-Duell zwischen der SSVg Velbert und dem Wuppertaler SV rückte am vergangenen Wochenende in den Mittelpunkt am 1. Spieltag der Oberliga Niederrhein. Vor 2.130 Zuschauern fand das Nachbarschaftsduell in der Velberter IMS-Arena statt. Damit war die Kulisse nochmal deutlich größer als beim Vorjahresduell in der Regionalliga West – als die Wuppertaler ebenfalls ihr erstes Auswärtsspiel in Velbert spielten. 1.800 Zuschauer waren in der Vorsaison mit von der Partie. Damals wie heute bildete sich eine Überzahl der Wuppertaler Fans auf den Rängen. Über 1.500 WSV-Fans waren am Sonntag mit dabei – nochmal 300 mehr als im Vorjahr.
Velbert gegen Wuppertal vor mehr Zuschauern als alle Partien in der Regionalliga West
Die Partie hatte damit mehr Zuschauer als das Drittligaduell zwischen Stuttgart II und Viktoria Köln und übertraf die Kulisse von 32 der insgesamt 45 Regionalligaspiele am letzten Wochenende. In der Regionalliga West gab es sogar keine einzige Partie, die vor über 2.000 Zuschauern stattfand. Die größte Kulisse gab es beim Duell zwischen dem 1. FC Köln II und dem FC Gütersloh, das 1.490 Zuschauer sahen. Das Fünftliga-Duell in Velbert hatte damit fast 1.000 Zuschauer mehr.

Nur zwei Drittligisten und drei Viertligisten mit mehr Auswärtsfahrern als Fünftligist Wuppertaler SV
Richtet man den Blick auf die Auswärtsfahrerzahlen, lässt der Wuppertaler SV fast alle Drittligisten, die am vergangenen Wochenende auswärts gespielt haben, hinter sich. Einzig Alemannia Aachen (ca. 3.000 Gästefans in Köln) und der MSV Duisburg (ca. 2.400 Gästefans in Verl) hatten mehr Auswärtsfahrer als die Wuppertaler – die natürlich auch von der kurzen Anreise (ca. 14 Kilometer) profitierten. In der Regionalliga hatten nur der TSV 1860 München (4.000 Gästefans in Memmingen) sowie der FC Erzgebirge Aue (2.000 Gästefans in Chemnitz) mehr Auswärtsfahrer. Hinzu kommt das Lübecker Stadtderby, bei dem der 1. FC Phönix Lübeck in der Lübecker Lohmühle sein Heimspiel austrug. Dort ist normalerweise der VfB Lübeck zu Hause. Die Grün-Weißen wurden beim Auswärtsspiel im eigenen Stadion von 2.900 Fans unterstützt.
Erstes Oberliga-Heimspiel gegen Schonnebeck am Freitag
Sportlich hat der Wuppertaler SV nichts zählbares aus der großen Unterstützung in Velbert ziehen können. Die Partie verlor der ehemalige Bundesligist mit 0:1. Bereits am Freitag geht es für Rot-Blau weiter. Dann gastiert die SpVg Schonnebeck im Stadion am Zoo. Für den Klub aus Essen ist es bereits das zweite Duell in dieser Spielzeit beim WSV. Im Niederrheinpokal kam es in der 1. Runde bereits zum direkten Duell. Dieses verlor Schonnebeck trotz zwischenzeitlicher 3:0-Führung und Überzahl in der Verlängerung im Elfmeterschießen. Die Partie fand vor leeren Rängen statt. Dies war das Resultat aus einer Verbandsstrafe aus der Vorsaison, als es beim Wuppertaler Viertelfinal-Aus in Büderich zu Ausschreitungen kam.

Für die Partie am Freitag hat der Wuppertaler SV eine Ticketaktion gestartet, mit der man als Dreiergruppe vergünstigt ins Stadion kommt. Außerdem geht die in der vergangenen Rückrunde gestartete Aktion für unter 18-jährige weiter. Alle Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren erhalten freien Eintritt für die Oberliga-Heimspiele des Wuppertaler SV.
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9





