In der Regionalliga Südwest kam es am vergangenen Spieltag zu einer außergewöhnlichen „größten“ Gästekulisse. Mit nur 67 Auswärtsfahrern sorgte Viertligist FC 08 Homburg für die größte Gästekulisse des Spieltags. Insgesamt waren nur 260 Auswärtsfahrer in den Stadien.
Nur 260 Gästefans am 3. Spieltag der Regionalliga Südwest
Große Gästekulissen sind in den vergangenen Jahren selbst in der Regionalliga keine Seltenheit mehr. Der Absturz großer Traditionsvereine wie des TSV 1860 München und des MSV Duisburg oder extrem treuer Fanlager trotz langer Viertliga-Tristesse, wie derzeit noch in Offenbach oder zuletzt in Aachen und Essen, sorgen immer wieder für gut gefüllte Gästebereiche. Ganz abgesehen von der Regionalliga Nordost, wo die großen Klubs der DDR-Oberliga Woche für Woche vor mindestens zweitligareifen Kulissen aufeinandertreffen. Am vergangenen Wochenende kam es aber zu einer außergewöhnlichen Konstellation. Da die zuschauerstarken Vereine allesamt zuhause spielten und die eigentlich für ein Auswärtsspiel angesetzten Trierer im DFB-Pokal im Einsatz waren, kam es ausschließlich zu kleinen Gästekulissen in der Regionalliga Südwest.
67 Homburger sorgen für Spieltags-Bestwert
Nur 260 Gästefans waren bei den acht Spielen in den Stadien. An den ersten beiden Spieltagen waren es summiert 5.281 Auswärtsfans (3.526 (1. Spieltag) und 1.755 (2. Spieltag)). Für die größte Kulisse sorgte der FC 08 Homburg bei seinem Auswärtsspiel beim SV Sandhausen. Insgesamt 67 Auswärtsfahrer bejubelten einen 3:1-Sieg im Stadion am Hardtwald. Insgesamt sahen 2.036 Zuschauer die Partie. Auf Seiten der Gastgeber gab es keinen organsierten Support. Die Aktive Fanszene des SVS boykottierte die Partie. Grund dafür ist ein anhaltender Streit zwischen der Fanszene und der Vereinsführung. Die Szene kritisiert die Weitergabe von Verbandsstrafen an einzelne Fans und wirft der Vereinsführung die Bekämpfung demokratischer Strukturen vor.

Staffelübergreifend gab es die größte Viertliga-Gästekulisse des Spieltags bei der vorgezogenen Partie in der Regionalliga Bayern zwischen dem TSV Aubstadt und 1860 München. Den weiten Weg nach Franken nahmen rund 2.300 Löwen-Fans auf sich. In der Regionalliga West gab es beim Revierduell zwischen der SG Wattenscheid und dem FC Schalke 04 II die größte Gästekulisse. Rund 500 Schalker waren unter den 2.401 Zuschauern.
Nur ein Gästefan in Frankfurt
Im Südwesten sorgten neben dem FC 08 Homburg der SGV Heilbronn-Freiberg und der SC Freiburg II für die größten Gästekulissen des 3. Spieltags der Regionalliga Südwest. Die nach Heilbronn umgezogenen Freiberger wurden von rund 60 Fans zu Aufsteiger VfR Mannheim begleitet. Die Zweitvertretung des SC Freiburg reiste mit 50 Fans zu den Stuttgarter Kickers. Die kleinste Gästekulisse gab es bei der Partie zwischen dem FSV Frankfurt und dem FC-Astoria Walldorf. Die Frankfurter meldeten uns einen angereisten Gästefan. Die Auswärtsfahrerzahlen zu allen Spielen findet ihr hier:
Offenbach und Ulm mit über 5.000 Zuschauern
Während es in den Gästekurven viele leere Plätze gab, waren die Heimbereiche ordentlich gefüllt. Über 20.000 Zuschauer zog es zu den acht Spielen in der Regionalliga Südwest. Die größte Kulisse gab es in Offenbach, wo 5.838 Zuschauer den Heimsieg des Tabellenführers bejubelten. Kurios: Die Gäste der 2. Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 spielten damit vor einer größeren Kulisse als die Profimannschaft, die im DFB-Pokal beim VfB Krieschow im Einsatz war.

Neben Kickers Offenbach spielte auch der SSV Ulm 1846 vor über 5.000 Zuschauern. Knapp unter diese Marke rutschten die Stuttgarter Kickers, die beim Eröffnungsspiel vor drei Wochen noch für die größte Kulisse seit 30 Jahren auf der Stuttgarter Waldau sorgten. Zu sechs der acht Spiele im Südwesten zog es über 1.000 Zuschauer. Nur in Mannheim und Kaiserslautern wurde diese Marke nicht erreicht.
Alle Zuschauer- und Auswärtsfahrerzahlen
Die Zuschauer- und Auswärtsfahrerzahlen zu allen Spielen von der Bundesliga bis zur Regionalliga findet ihr in unserer Zahlenzentrale.
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9






