Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg hat am vergangenen Wochenende für die größte Gästekulisse in Deutschland gesorgt. Beim Niedersachsen-Duell in Hannover waren über 5.000 Fans der Wölfe mit dabei. Wir blicken auf die Top-Auswärtsfahrer vom Wochenende.
Bundesliga-Absteiger Wolfsburg mit 5.200 Auswärtsfahrern zum Zweitliga-Auftakt
Das erste Zweitliga-Auswärtsspiel seit fast 30 Jahren hat dem VfL Wolfsburg die größte Gästekulisse seit rund einem Jahr beschert. Nachdem im vergangenen Jahr über 5.000 Fans beim Auswärtsspiel in Hamburg mit dabei waren, zog es am 2. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga 5.200 Fans zum Auswärtsspiel in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Der Gästeblock war mit rund 4.500 Fans ausverkauft. Darüber hinaus haben sich rund 700 Wolfsburger mit Tickets für die an den Gästeblock angrenzenden Blöcke eingedeckt. Saisonübergreifend ist es das dritte Wolfsburger Auswärtsspiel in Serie, bei dem der Gästeblock ausverkauft war. Beim Bundesliga-Finale auf St. Pauli (3.000 Wolfsburger) und beim Relegations-Rückspiel in Paderborn (1.500 Wolfsburger) war der Gästesektor ebenfalls bis auf den letzten Platz gefüllt. Das vierte Spiel in Serie kündigt sich bereits an. Für das DFB-Pokal-Spiel bei der VSG Altglienicke – das im Berliner Amateurstadion ausgetragen wird – gibt es nur noch wenige Restkarten.
Volle Gästeblöcke auch bei den Derbys in Kaiserslautern und Fürth
Hinter dem VfL Wolfsburg reihen sich die Derby-Gästekulissen in Kaiserslautern und Fürth ein. Der Karlsruher SC wurde von 4.800 Fans zum 1. FC Kaiserslautern begleitet. Beim Frankenderby in Fürth waren rund 4.300 Fans des 1. FC Nürnberg mit dabei. Außerdem liefen auch der FC St. Pauli und der 1. FC Magdeburg vor einem vollen Gästeblock auf. Nur der 1. FC Heidenheim und der SV Darmstadt 98 wurden am vergangenen Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga von weniger als 1.000 Fans begleitet (→ Auswärtsfahrerzahlen der 2. Bundesliga).

Aachen sorgt für größte Gästekulisse in der 3. Liga
In der 3. Liga gab es die größte Gästekulisse im Kölner Südstadion. Zur Drittliga-Rückkehr von Fortuna Köln gastierte Alemannia Aachen in Köln-Zollstock. Rund 3.000 Schwarz-Gelbe haben den Vorjahressiebten in die Domstadt begleitet. Der Gästeblock war mit rund 2.800 Fans restlos ausverkauft. Neben der Alemannia sorgte ansonsten nur der MSV Duisburg für einen vollen Gästeblock (→ Auswärtsfahrerzahlen der 3. Liga).

In der Regionalliga sind es wieder einmal die Fans des TSV 1860 München, die für die größte Gästekulisse des Spieltags gesorgt haben. Auch das Auswärtsspiel beim FC Memmingen verwandelten die Löwen-Fans in ein Heimspiel. Von den 5.000 Zuschauern in der Memminger Arena hielten es rund 4.000 Fans mit den Weiß-Blauen. Auf dem Platz setzte der Zwangsabsteiger ein Ausrufezeichen. Die Partie beim Tabellenführer der Regionalliga Bayern gewannen die Löwen mit 3:0.
Auswärtsspiel im eigenen Stadion: Lübecker Stadtderby sorgt für Kuriosum
Die formal zweitgrößte Gästekulisse des Regionalliga-Spieltags gab es in Lübeck. Dort fand das Stadtderby zwischen dem 1. FC Phönix Lübeck und dem VfB Lübeck statt. Ausgetragen wurde das Heimspiel von Phönix allerdings in der Heimspielstätte des VfB – der damit im eigenen Stadion zu Gast war. Von den 3.148 Zuschauern waren rund 2.900 Anhänger des VfB Lübeck. Die Grün-Weißen setzten sich damit vorübergehend an die Spitze der Auswärtsfahrertabelle der Regionalliga Nord. Anhalten wird dies voraussichtlich für nicht allzu lange Zeit, da die Auswärtsspiele des VfB aus Sicherheitsgründen weiterhin ohne Gästefans stattfinden. Grund ist der anhaltende Streit in der Aktiven Fanszene.
Aue-Fans übernehmen Führung in Auswärtsfahrertabelle
Die Top 3 der Viertliga-Partien mit den meisten Auswärtsfahrern wird von einem Spiel der Regionalliga Nordost komplettiert. Das Westsachsenderby sorgte für eine Saisonrekord-Kulisse auf Heim- und Gästeseiten. Über 13.000 Zuschauer – davon 2.000 Fans des FC Erzgebirge Aue – sahen den Heimsieg der Chemnitzer FC. Neben den Veilchen – die nun der Tabellenführer der Auswärtsfahrertabelle im Nordosten sind – sorgte auch der FC Carl Zeiss Jena für einen ausverkauften Gästeblock.

Offenbach und Oberhausen mit den Spitzenwerten im Südwesten und Westen
Im Südwesten wurde Kickers Offenbach am zahlreichsten begleitet. Das erste Auswärtsspiel der Saison fand bei Drittliga-Absteiger SSV Ulm 1846 statt. Rund 500 OFC-Fans konnten im Donaustadion einen 2:0-Erfolg ihrer Mannschaft feiern. Ebenfalls in Feierlaune waren die Fans von Rot-Weiß Oberhausen beim Auswärtsspiel beim VfL Bochum II – die seit dieser Saison nach Wanne-Eickel ausweichen. Insgesamt 550 RWO-Fans waren unter den über 1.000 Zuschauern und sahen den zweiten Auswärtssieg im zweiten Auswärtsspiel.
Die Zahlen zu allen Spielen
Die Zuschauer- und Auswärtsfahrerzahlen zu allen Partien findet ihr in unserer Zahlenzentrale:
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9





