Erst 1.379 Zuschauer im größten Viertliga-Stadion

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Das größte Viertliga-Stadion der Saison steht in der Pfalz. Mit 49.327 Plätzen ist das Fritz-Walter-Stadion des 1. FC Kaiserslautern die unangefochtene Nummer 1 in der Regionalliga. Nach dem Aufstieg der U21 der Roten Teufel, trägt die 2. Mannschaft dort ihre Heimspiele aus. Dies sorgt derzeit aber für trostlose Bilder im für die Regionalliga überdimensionierten Stadion. Zu den ersten drei Heimspielen kamen gerade einmal 1.379 Zuschauer.

FCK-Nachwuchs mit mehr Auswärtsfahrern als Zuschauern bei den Heimspielen

Am Mittwoch sorgte das Gastspiel des 1. FC Kaiserslautern II beim FC 08 Homburg für die größte Viertliga-Kulisse im Homburger Waldstadion seit mehr als zwei Jahren – dazu beigetragen haben auch 650 Fans des 1. FC Kaiserslautern. Damit waren in Homburg mehr FCK-Fans dabei, als bei jedem Heimspiel in der laufenden Saison. Zu den Regionalliga-Partien im Fritz-Walter-Stadion kamen bislang nur 1.379 Zuschauer. Kein anderer Regionalligist im Südwesten spielt vor weniger Fans. Deutschlandweit gesehen haben in der Regionalliga nur die Zweitvertretungen des FC Schalke 04, SC Paderborn, FC Augsburg, Hamburger SV, 1. FC Nürnberg und des FC St. Pauli sowie der HSC Hannover weniger Zuschauer.

Zuschauerschnitt
1.
Kickers Offenbach6.474
2.
Stuttgarter Kickers6.130
3.
SSV Ulm 18465.904
4.
SGV Heilbronn-Freiberg3.193
5.
VfR Aalen2.689
6.
FSV Frankfurt2.620
7.
Hessen Kassel2.615
8.
Eintracht Trier2.421
9.
SV Sandhausen2.061
10.
FC 08 Homburg1.980
11.
SG Barockstadt1.715
12.
Eintracht Frankfurt II1.013
13.
TSV Steinbach Haiger930
14.
VfR Mannheim778
15.
1. FSV Mainz 05 II761
16.
Astoria Walldorf673
17.
SC Freiburg II659
18.
1. FC Kaiserslautern II460
Stand: 10.09.2026

Vor der größten Kulisse spielte der von Alexander Bugera trainierte FCK-Nachwuchs beim Auftakt gegen den SGV Heilbronn-Freiberg – trotz Austragung am selben Tag des Auswärtsspiels der Profis in Wolfsburg. 598 Zuschauer (davon 50 Gästefans) kamen zum ersten Heimspiel ins Fritz-Walter-Stadion. 339 Zuschauer (davon 25 Gästefans) waren es beim zweiten Heimspiel gegen den TSV Steinbach und 442 Zuschauer (davon 40 Gästefans) am vergangenen Wochenende gegen die SG Barockstadt. Beide Partien fanden nicht parallel zu den Spielen der FCK-Profis statt.

Auswärtsfahrer von Eintracht Trier
Die Fans von Eintracht Trier in Kaiserslautern im September 2023. Foto: Instagram @tmgroundhopping

 

Trier zum ersten Mal seit drei Jahren auf dem Betzenberg zu Gast

Am kommenden Wochenende ist die U21 der Roten Teufel zwar wieder parallel zu den Profis im Einsatz, trotzdem dürfte es die größte Kulisse der Saison für die Zweitvertretung der Pfälzer geben. Mit dem SV Eintracht Trier gastiert einer der Zuschauermagneten auf dem Betzenberg. Die Aktive Fanszene der Trierer ruft dazu auf, „auf der Schiene“ nach Kaiserslautern zu fahren. Rund 700 machen sich auf den Weg zum ersten Auswärtsspiel auf dem Betzenberg seit drei Jahren. Beim letzten Gastspiel im Fritz-Walter-Stadion – damals noch in der Oberliga – waren rund 550 Eintracht-Fans mit dabei. Insgesamt sahen 880 Zuschauer die Partie an einem Mittwochabend.

Heimspiele im überdimensionierten Fritz-Walter-Stadion derzeit die einzige Option

In der Oberliga konnte der 1. FC Kaiserslautern seine Partien – mit Ausnahme der Risikospiele wie gegen Trier – noch im Nachwuchsleistungszentrum Fröhnerhof austragen. In der Regionalliga ist dies nicht mehr möglich. Auch die Austragung der Spiele auf Platz 4 im Schatten des Fritz-Walter-Stadions ist keine Option. Neben den gefühlten Geisterkulissen fällt die Austragung der Regionalliga-Spiele im Fritz-Walter-Stadion besonders dem Platz zu lasten. Die Doppelbelastung wird den ohnehin schon schlechten Platzverhältnissen in den Wintermonaten nicht zu Gute kommen.

Neues NLZ-Stadion in Planung

Perspektivisch plant der 1. FC Kaiserslautern derzeit ein NLZ-Stadion am Fröhnerhof. Dort soll eine Spielstätte mit einer Kapazität von 2.500 Plätzen erschaffen werden. Dies würde die Mindestanforderung für die Regionalliga Südwest erfüllen. Optional soll das Stadion auf 5.000 Plätze ausgebaut werden können. Dann würde man auch den derzeitigen Kapazitäts-Anforderungen der 3. Liga entsprechen. Von dieser ist die Zweitvertretung des FCK allerdings noch weit entfernt. Der Regionalliga-Aufsteiger steht nach sechs Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nur Drittliga-Absteiger SSV Ulm 1846 ist schlechter in die Saison gestartet.

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9