Mit dem Aufstieg der SV 07 Elversberg hat sich die kleinste Spielstätte der 2. Fußball-Bundesliga verabschiedet. Das kleinste Stadion der 2. Liga steht nun im hohen Norden – und ist wie in Elversberg derzeit auch nur mit drei Tribünen versehen.
Nordduell im derzeit kleinsten Stadion der 2. Bundesliga
Am Freitagabend rollt im derzeit kleinsten Stadion der 2. Fußball-Bundesliga zum ersten Mal in dieser Saison der Ball. Im Holstein-Stadion in Kiel gastiert Bundesliga-Absteiger zum Nordduell. Die Spielstätte der KSV Holstein ist die derzeit kleinste der 2. Liga. Dies liegt an den seit dieser Saison laufenden Umbauarbeiten. Während des laufenden Spielbetriebs wird die Heimspielstätte der Störche neu gebaut. Wie es Zweitliga-Fans aus den vergangenen Jahren in Elversberg oder Münster gewohnt waren, gibt es nun auch in Kiel vorübergehend nur drei Tribünen. Die Nordtribüne wurde in den vergangenen Wochen abgebaut. Dadurch gehen rund 3.300 Plätze verloren.

Knapp 12.000 Plätze im Holstein-Stadion
Zu Beginn der neuen Saison liegt die Kapazität des Holstein-Stadions damit bei 11.700 Plätzen. Diese sind für das Freitagabendspiel gegen den FC St. Pauli selbstverständlich allesamt verkauft. In den vergangenen Jahren lag die Kapazität des nördlichsten Stadions der 2. Fußball-Bundesliga bei 15.034 Plätzen. An der Kapazität des Gästebereiches ändert sich vorerst nichts. Das Gästekontingent liegt wie in der vergangenen Saison bei 1.448 Karten (900 Steh- und 548 Sitzplatzkarten).
Die kleinsten Stadien der 2. Bundesliga stehen in Kiel, Heidenheim und Osnabrück
Im Vergleich zur letzten Saison gibt es keine Spielstätte, in der weniger als 10.000 Plätze zur Verfügung stehen. In der Elversberger Ursapharm-Arena war die Kapazität im vergangenen Jahr auf 9.307 Plätze gedeckelt. Die zweit- und drittkleinsten Stadien der 2. Liga sind Neuzugänge aus der Bundesliga und 3. Liga. Die Heidenheimer Voith-Arena hat Platz für 15.000 Zuschauer. Der Gästebereich wurde nach dem Abstieg aus der Bundesliga wieder verkleinert. Rund 1.500 Plätze stehen den Gästefans auf dem Schlossberg zur Verfügung. In der Bundesliga lag die Kapazität des Gästeblocks bei nahezu 2.000 Plätzen – da dort im Vergleich zum Unterhaus ein höhere Kapazität verpflichtend ist.

Sanierung der Bremer Brücke erst nach der Saison
Die Bremer Brücke von Zweitliga-Aufsteiger Osnabrück kommt mit 15.741 und teils ohne Dach daher. Das drittkleinste Zweitliga-Stadion der Saison wird ähnlich wie in Kiel während des laufenden Spielbetriebs umgebaut. Allerdings ist der Baustart erst nach dem Ende dieser Saison vorgesehen. Die Ostkurve bleibt damit auch in dieser Spielzeit ohne ein Dach. Dieses wurde vor zwei Jahren abgerissen, nachdem das Dach als einsturzgefährdet eingestuft wurde und die Bremer Brücke aufgrund dessen vorübergehend gesperrt werden musste.
Größtes Zweitliga-Stadion steht in Berlin
Das größte Zweitliga-Stadion der Republik steht weiterhin in Berlin. Bis zu 74.000 Zuschauer können die Heimspiele von Hertha BSC im Olympiastadion verfolgen. Mit dem FC Schalke 04 hat allerdings der zuschauerstärkste Klub der vergangenen Saison das Fußball-Unterhaus verlassen. Über 60.000 Fans kamen im Schnitt zu den Heimspielen der Königsblauen. In dieser Saison wird der zuschauerstärkste Zweitligist über das Duell zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Kaiserslautern ermittelt. Mit dem Vorteil für die Hertha, die über rund 25.000 Plätze mehr in ihrem Stadion verfügt. In der vergangenen Saison trennten beide Klubs dennoch nur etwas mehr als 1.000 Zuschauer pro Spiel in der Zuschauertabelle. Der FCK hat in der 2. Fußball-Bundesliga die meisten Dauerkarten verkauft. Europaweit verkauften nur zwei Zweitligisten mehr Dauerkarten als die Roten Teufel.
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9








