Am Mittwochmittag wurde das Viertel- und Halbfinale im Landespokal Brandenburg ausgelost. Damit ist der Weg zum Finaltag der Amateure vorgezeichnet. Hoffnung auf den Pokalsieg machen sich noch acht Teams von der Regionalliga bis zur Landesliga.
Favoritensterben im Achtelfinale: Babelsberg neuer Topfavorit
Drei Regionalligisten sind in den Landespokal Brandenburg gestartet, nur einer von ihnen hat es bis ins Viertelfinale geschafft. Nach dem 7:0-Sieg im Achtelfinale beim VfB Hohenleipisch liegt die Favoritenrolle nun klar beim SV Babelsberg. Werden die Filmstädter dieser Rolle gerecht, würden sie erstmals seit 2021 im Landespokal triumphieren. Keine Chance mehr auf den Pokalsieg hat hingegen der Titelträger von 2025, der RSV Eintracht 1949. Der Regionalliga-Aufsteiger schied mit einer 2:3-Niederlage bei der SG Union Klosterfelde aus dem Wettbewerb aus. Auch für den Titelverteidiger VfB Krieschow ist die Pokalreise zu Ende. Der Oberligist unterlag dem SV Viktoria Potsdam mit 0:2. Bereits in der 2. Runde schied der Regionalligist FSV Luckenwalde aus.
Zwei Landesligisten auf Überraschungsmission
Für überregionale Schlagzeilen sorgte zuletzt der SV Viktoria Potsdam mit der Verpflichtung des Ex-Herthaners Toni Leistner. Der erst im Jahr 2018 gegründete Klub steht erstmals im Viertelfinale des Landespokals in Brandenburg und darf somit von der DFB-Pokal-Teilnahme träumen. Nach sechs Aufstiegen in sieben Jahren könnte im Sommer der nächste folgen. Derzeit grüßt Viktoria Potsdam von Platz 1 in der Brandenburgliga. Auch die beiden Ligakonkurrenten MSV Neuruppin und Brandenburger SC Süd stehen in der Runde der letzte Acht. Noch eine Klasse tiefer spielen der SV Falkensee-Finkenkrug und der FV Preussen Eberswalde, die als Außenseiter in die heiße Phase des Pokals gehen. Eberswalde setzte sich im Achtelfinale mit 3:2 gegen die BSG Stahl Brandenburg, die zuvor den FSV Luckenwalde aus dem Wettbewerb schmiss, durch. Falkensee-Finkenkrug kämpfte sich mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen Union Fürstenwalde ins Viertelfinale.
| NOCH IM RENNEN | |
|---|---|
| REGIONALLIGA NORDOST (IV) | |
| SV Babelsberg | |
| NOFV-OBERLIGA (V) | |
| FSV Optik Rathenow | |
| SG Union Klosterfelde | |
| BRANDENBURGLIGA (VI) | |
| Brandenburger SC Süd | |
| MSV Neuruppin | |
| SV Viktoria Potsdam | |
| LANDESLIGA (VII) | |
| FV Preussen Eberswalde | |
| SV Falkensee-Finkenkrug | |
Babelsberg im Viertelfinale in Brandenburg zu Gast
Für die Auslosung des Viertel- und Halbfinals gab es keine Einschränkungen, alle Paarungen wurden aus einem Lostopf gezogen. Klassentiefere Mannschaften genießen grundsätzlich Heimrecht, auch wenn sie als zweites Los einer Paarung gezogen wurden. Demnach stand bereits vor der Auslosung fest, dass der einzige Regionalligist SV Babelsberg auswärts ran muss. Für „Nulldrei“ geht es zum Brandenburger SC Süd. Im Halbfinale würde der Sieger aus der Partie Preussen Eberswalde gegen Union Klosterfelde warten.
Das Viertelfinale im Landespokal Brandenburg 2026/27:
- Brandenburger SC Süd – SV Babelsberg
- SV Falkensee-Finkenkrug – FSV Optik Rathenow
- FV Preussen Eberswalde – SG Union Klosterfelde
- MSV Neuruppin – SV Viktoria Potsdam

Das Halbfinale im Landespokal Brandenburg 2026/27:
- MSV Neuruppin / SV Viktoria Potsdam – SV Falkensee-Finkenkrug / FSV Optik Rathenow
- FV Preussen Eberswalde / SG Union Klosterfelde – Brandenburger SC Süd / SV Babelsberg
Viertelfinale in der nächsten Länderspielpause
Die Viertelfinalspiele sollen am Wochenende des 14. und 15. November ausgetragen werden, wenn die Topligen für die letzte Länderspielpause des Jahres pausieren. Nach der Winterpause folgt zunächst das Halbfinale, ehe sich am 29. Mai 2027 die beiden Finalisten im Endspiel am Finaltag der Amateure gegenüberstehen. Der Sieger qualifiziert sich für die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde der kommenden Saison.
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Autor: Moritz Schneider
Quelle: Die falsche 9






