Zweitligist erteilt Fans Hüpfverbot in der Fankurve

Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat ein „Hüpfverbot“ an die Fans in der Ostkurve des Bochumer Ruhrstadions erteilt. Dies ist die Folge eines Gutachtens zur Tragfähigkeit der Osttribüne der Bauaufsichtsbehörde Bochum. Im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen des Stadions wird es ermöglicht, dass nach Abschluss der Bauarbeiten wieder gehüpft werden kann.

VfL Bochum verbietet koordiniertes Hüpfen auf der Osttribüne des Ruhrstadions

Beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum haben die Bauarbeiten am Ruhrstadion begonnen. Bis 2028 wird das komplette Stadion saniert. Rund 90 Millionen Euro werden fällig, um u.a. für ein zeitgemäßes Brandschutzkonzept, moderne Technik und mehr Platz auf den Tribünen zu sorgen. Im Zuge der geplanten Modernisierungsmaßnahmen des Ruhrstadions wurde auch das Schwingungsverhalten der „Stehstufenelemente“ auf der Osttribüne, der Fankurve des Stadions, untersucht. Daraus geht hervor, dass künftig kein koordiniertes Hüpfen auf der Osttribüne möglich ist. Andernfalls müsse die komplette Tribüne gesperrt werden, wovon rund 10.000 Fans betroffen wären.

Maßnahme gilt ab dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld

In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten der VfL Bochum und die Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft mbH, dass das es beim „rhythmisches Hüpfen oder Springen […] zum sogenannten „Trampolineffekt“ kommen kann, der den „Unwohlsein-Effekt“ hervorruft“. Dies wäre vor allem bei „ungeübten“ Stadiongängern der Fall. Ab dem Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Arminia Bielefeld herrscht damit ein Hüpfverbot. Dies ermöglicht, dass die Tribüne weiter unter Vollauslastung genutzt werden kann. Die Tragfähigkeit der Tribüne ist nicht gefährdet. Einen ähnlichen Fall gab es bereits vor zehn Jahren beim 1. FC Magdeburg. Auch dort herrschte zeitweise ein strenges Hüpfverbot bis zum Abschluss der Bauarbeiten am Stadion.

Kapazität des Ruhrstadions sinkt

Durch die Bauarbeiten während des laufenden Spielbetriebs können deutlich weniger Zuschauer die Heimspiele des Revierklubs verfolgen als sonst. Die bislang für 26.000 Zuschauer Platz bietende Spielstätte an der Castroper Straße wird über den gesamten Zeitraum der Bauarbeiten immer Platz für mindestens 18.000 Zuschauer bieten. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2028 soll das Ruhrstadion eine Kapazität von 28.000 Plätzen haben.

Über 3.300 Sitzschalen bereits abmontiert

In der ersten Bauphase finden die Arbeiten auf der Haupttribüne des Stadions statt. In der Länderspielpause wurden 3.360 Sitzplätze demontiert. Im Zuge der Aktion „Dein Sitzplatz“ konnten die Fans die originalen Sitzschalen als ein Erinnerungsstück nach Hause holen. Zunächst hatten die Dauerkarteninhaber ein Zugriffsrecht auf ihren Sitz. Für die Partie gegen Arminia Bielefeld am Sonntag gibt es noch Restkarten. Aus Bielefeld reisen 2.700 Fans an – für diese gilt übrigens kein Hüpfverbot.

VfL Bochum auf Platz 9 nach Zuschauern

Mit einem Schnitt von 25.051 Zuschauern steht der VfL Bochum derzeit auf Platz 9 der Zuschauertabelle der 2. Fußball-Bundesliga. Im deutschlandweiten Vergleich belegt der Zweitligist Platz 25. Alle Übersichten und Tabellen findet ihr in unserer Zahlenzentrale:

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9