Das Stadion-Wirrwarr beim TSV Havelse geht weiter. Der Drittligist kann vorerst nicht in das Eilenriedestadion in Hannover umziehen. Eine Prüfung auf Drittligatauglichkeit ergab, dass weiterhin Mängel bestehen.
DFB-Absage: Drittligist Havelse muss Umzug in das Eilenriedestadion erneut vertagen
In der Sommerpause war der TSV Havelse der Profiteur des Zwangsabstiegs des TSV 1860 München. Als „bester Absteiger“ konnten die Niedersachsen in der 3. Liga bleiben. Der DFB erteilte dem Klub eine Lizenz, da dieser die Heinz von Heiden Arena als Spielstätte für die kommende Saison gemeldet hat und diese nachweislich die Anforderungen für die 2. Bundesliga und 3. Liga erfüllt. Geplant war allerdings ein schneller Umzug in das Eilenriedestadion, in dem man schon in der vergangenen Saison 18 der 19 Heimspiele austrug. Da dort die Zusatztribünen nach dem Havelser Abstieg bereits abgebaut wurden, mussten diese erst wieder errichtet werden, was nun zu einem längerfristigen Akt geworden ist.
Keine Drittligatauglichkeit: Mängel bei Brandschutz und Statik
Nachdem der DFB bereits einen kurzfristigen Antrag auf den Umzug in das Eilenriedestadion für den 1. Spieltag abgelehnt hatte, gab es nun eine weitere Abfuhr von Verbandsseite. Ein Vor-Ort-Prüfung mit Vertretern des TSV Havelse, des Stadionbetreibers, der Feuerwehr, der Bauaufsicht, eines vom Deutschen Fußball-Bund hinzugezogenen Sachverständigen sowie des DFB-Stadionbeauftragten ergab, dass weiterhin „Mängel bzw. Abweichungen zu den DFB-Richtlinien zur Verbesserung der Sicherheit bei Bundesspielen“ bei den installierten Zusatztribünen bestehen. Konkret betrifft dies den Brandschutz sowie die „statischen Voraussetzungen“ hinsichtlich der Windlast.

Drei weitere Heimspiele des TSV Havelse in der Heinz von Heiden Arena
Nun hat der TSV Havelse bis Anfang Oktober Zeit, die notwendigen Anpassungen durchzuführen. Solange muss der Drittligist weiter in der Heinz von Heiden Arena in Hannover spielen. Dies betrifft zunächst die Heimspiele gegen den SV Waldhof Mannheim, die SG Sonnenhof Großaspach und Fortuna Köln. Im Oktober stehen für die Niedersachsen dann die Heimspiele gegen die Würzburger Kickers, den 1. FC Saarbrücken und FC Ingolstadt 04 an – möglicherweise dann im Eilenriedestadion. Kurzfristige Verlegungen seien hinsichtlich TV-Produktionen nicht möglich. Anträge für eine örtliche Verlegung von bereits angesetzten Spielen müssen mindestens vier Wochen vor dem jeweiligen Spieltermin beim Spielleiter eingehen, schrieb der DFB in seiner Mitteilung.
Zwei Spiele binnen zwei Tage im September
Der weiterhin nicht mögliche Stadion-Umzug hat auch Folgen für Zweitligist Hannover 96, der sich sein Stadion weiter mit dem Drittligisten teilen muss – besonders zu Lasten des Rasens. Im September werden innerhalb von zwei Tagen zwei Spiele in der Heinz von Heiden Arena ausgetragen. Zunächst spielt der TSV Havelse samstags gegen Fortuna Köln, sonntags gastiert dann der VfL Bochum bei Hannover 96.
Nur 750 Zuschauer sahen Heim-Auftakt in der 3. Liga
Das erste Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II sahen nur 750 Zuschauer. Es war die kleinste Auftaktkulisse in der Geschichte der 3. Liga. In der vergangen Saison kamen durchschnittlich 1.785 Zuschauer zu den Heimspielen der Rot-Weißen.
Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9








