Drittligist mit Stadion-Rückkehr nach fast 20 Jahren

Drittligist Fortuna Düsseldorf kehrt am Mittwoch in sein altes Stadion zurück. Zum ersten Mal seit knapp 20 Jahren werden die Profis ein Pflichtspiel im Paul-Janes-Stadion austragen – und das vor vollen Rängen.

Niederrheinpokal sorgt für Stadion-Rückkehr bei Fortuna Düsseldorf

Am Mittwochabend steigt im Paul-Janes-Stadion das Niederrheinpokal-Zweitrundenduell zwischen Fortuna Düsseldorf und Schwarz-Weiß Alstaden. Aufgrund eines Heimrechttauschs kehrt die Fortuna in ihre alte Heimspielstätte zurück. Von 1930 bis 1972 trug der Klub aus der Landeshauptstadt seine Heimspiele auf dem „Fortunaplatz“ aus. Erst 1972 zog die Fortuna in das Rheinstadion um. Nach dem Abriss des Fußball-Weltmeisterschaft-Stadions von 1974 im Jahr 2002 kehrte man für drei Jahre in den Stadtteil Flingern zurück. Mit Fertigstellung der heutigen Merkur Spiel-Arena im Jahr 2005 zogen die Rot-Weißen wieder nach Stockum um. Seither spielte der heutige Drittligist kaum noch im Paul-Janes-Stadion. Das letzte Pflichtspiel der 1. Mannschaft wurde im August 2008, in der 1. Runde des Niederrheinpokals, gegen die TGD Essen-West ausgetragen.

Ausverkauftes Haus am Flinger Broich

Der selbige Pokalwettbewerb sorgt nun für die Rückkehr an den Flinger Broich. Die Partie gegen den bevölkerungsreichsten Stadtteil Oberhausens ist ausverkauft. Knapp 7.000 Zuschauer werden im Paul-Janes-Stadion erwartet. Dort tragen aktuell lediglich die U23 und weitere Jugendteams der Fortuna ihre Heimspiele aus. Die Zweitvertretung der Düsseldorfer spielt seit dieser Saison nur noch in der Oberliga Niederrhein. Durch den Abstieg der Profis musste auch das Nachwuchsteam absteigen – trotz des sportlichen Klassenerhalts in der Regionalliga West. Grund sind die Statuten des DFB, die keinen parallelen Spielbetrieb in der 3. Liga und Regionalliga zulassen.

Graffiti im Paul-Janes-Stadion
Bekanntes Graffiti im Paul-Janes-Stadion. Foto: Instagram @diagnose_fussballsucht

 

Der Niederrheinpokal und sein hoher Prestige

Mit Schwarz-Weiß Alstaden gastiert am Mittwochabend (19:30 Uhr) einer von noch neun im Niederrheinpokal vertretenen Bezirksligisten in der Landeshauptstadt. Mit den aktuellen Drittligisten Duisburg, Düsseldorf und Essen sowie den ehemaligen Bundesligisten Oberhausen, Uerdingen und Wuppertal – die allesamt noch im Rennen um den Pokal sind – gehört der Niederrheinpokal zu den am namhaften besetztesten Verbandspokalen in Deutschland. Zuletzt gewann der MSV Duisburg den Pokal, davor dreimal in Serie Rot-Weiss Essen.

NOCH IM RENNEN
3. LIGA (III)
Fortuna Düsseldorf
MSV Duisburg
Rot-Weiss Essen
REGIONALLIGA WEST (IV)
1. FC Bocholt
Rot-Weiß Oberhausen
VfB Hilden
OBERLIGA NIEDERRHEIN (V)
1. FC Monheim
Blau-Weiß Dingden
KFC Uerdingen
Ratingen 04/19
SC St. Tönis
Schwarz-Weiß Essen
Sportfreunde Baumberg
SSVg Velbert
TSV Meerbusch
Wuppertaler SV
LANDESLIGA (VI)
DJK Adler Union Frintrop
FC Kosova Düsseldorf
SC Kappelen-Erft
SC Union Nettetal
BEZIRKSLIGA (VII)
Düsseldorfer Sport-Club 99
FSV Duisburg
Lohausener SV
Rheydter SV
Osterather SV Meerbusch
SC Oberhausen
Schwarz-Weiß Alstaden
SF Broekhuysen
SG Essen-Schönebeck
KREISLIGA A (VIII)
SV Haldern

KFC Uerdingen kampflos im Achtelfinale

Mit Schwarz-Weiß Essen und dem KFC Uerdingen stehen bereits zwei Mannschaften im Achtelfinale. Der ehemalige DFB-Pokalsieger Schwarz-Weiß Essen setzte sich beim SC Sonnborn mit 4:0 durch. Der KFC Uerdingen steht hingegen kampflos in der nächsten Runde, da der VSF Amern das Heimspiel gegen den Oberligisten aus organisatorischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen am vorgesehenen Spielort nicht austragen kann. Alle Partien der 2. Runde, die Ergebnisse und Übersichten zu allen Verbands- und Landespokalwettbewerben in Deutschland findet ihr in unserem Verbandspokalguide.

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9