FC Bayern spielt vor kleinster Bundesliga-Kulisse seit 38 Jahren

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Der FC Bayern München gastiert zum Abschluss des 3. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei der SV 07 Elversberg. Wenn die Münchner zum ersten Mal seit über 30 Jahren im Saarland zu Gast sind, läuft der Rekordmeister vor einer ungewohnt kleinen Kulisse auf. Mit Ausnahme der Geisterspiele während der Pandemie ist es die kleinste Kulisse bei einem Bundesliga-Spiel der Münchner seit 38 Jahren. Verrückt: Damals spielte der FC Bayern im eigenen Stadion.

Aufsteigerwoche für den FC Bayern: Nach 60.000 auf Schalke folgt die Baustellen-Kulisse im Saarland

Der furios gestartete Aufsteiger SV 07 Elversberg geht am Sonntag als besser platziertes Team in das Duell gegen den Rekordmeister FC Bayern München. Nachdem der FC Bayern in der Vorwoche die volle Wucht der Fans von Aufsteiger FC Schalke 04 in der über 60.000 Plätze großen Schalker Arena gespürt hat, wartet auf die Kompany-Elf in dieser Woche eine komplett andere Kulisse. An der Elversberger Kaiserlinde wird aufgrund der Umbauarbeiten nur vor drei Tribünen der Ball rollen – auf diesen werden sich insgesamt 9.307 Zuschauer einfinden. Der FC Bayern spielt damit vor so wenigen Zuschauern bei einem Spiel in der Fußball-Bundesliga, wie zuletzt vor 38 Jahren (Geisterspiele ausgenommen).

Zuletzt im Mai 1988 vor weniger Zuschauern in der Bundesliga – im eigenen Stadion

Im Mai 1988 war die Kulisse bei einem Bundesliga-Spiel des FC Bayern zuletzt kleiner. An einem Dienstagabend in einer Englischen Woche empfing der FC Bayern Bayern München den VfL Bochum im Münchner Olympiastadion. Der Spieltermin und die sportliche Lage – aussichtslos Tabellenzweiter hinter dem SV Werder Bremen – trugen dazu bei, dass nur 8.500 Zuschauer in das Münchner Olympiastadion kamen. Seither spielten die Bayern immer vor über 10.000 Zuschauern – bis zum heutigen Spiel in Elversberg.

Zuschauerzahlen aus einer anderen Zeit

Zwischenzeitlich waren stellenweise in den internationalen Wettbewerben oder im DFB-Pokal weniger als 10.000 Zuschauer bei einem Spiel des FC Bayern München. Die Tiefstwerte markieren das UEFA-Cup-Erstrundenspiel beim Cork City FC im Jahr 1991. Insgesamt 4.000 Fans kamen in das Turners Cross in Irland. Im DFB-Pokal gab es die kleinste Kulisse beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg im Achtelfinale im Jahr 2002. Nur 4.000 Fans sahen die Partie im Münchner Olympiastadion – keine ungewöhnliche Kulisse zu dieser Zeit. Auch die Pokal-Heimspiele gegen Hannover und den Hamburger SV sahen Anfang der 2000er-Jahre weniger als 10.000 Zuschauer.

Zur heißen Phase in der Bundesliga: Stadionumbau soll im neuen Jahr abgeschlossen werden

Die Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde ist derzeit das kleinste Stadion in der Bundesligageschichte. Bereits im Laufe der Rückrunde sollen deutlich mehr Fans die Heimspiele des Aufsteigers besuchen können. Nach Abschluss der Umbauarbeiten sollen 15.500 Zuschauer Platz in der Elversberger Arena finden können.

Autor: Christian Link
Quelle: Die falsche 9